TILIA VULGARIS,
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Benennungen: Gemeine Linde, glattblättrige Linde.
Vaterland: Die Wälder Europens, vorzüglich des nördlichen.
Boden: Kommt in jedem Boden fort.
Blüthe und Frucht: Die Blumen zeigen sich im Junius und Julius einigeTage nachher, wenn sich die der folgenden Art geöffnet haben, blü-hen aber, da der Blumenstiel vielblumig ist, viel langer fort als die-se, so, dafs sie noch mit denen der Tilia parvifolia zugleich bemerktwerden. Die Früchte reifen in der Mitte des Octobers.
Aussaat: Wie bei der vorhergehenden Art.
Höhe: Vierzig bis sechzig Fufs.
Alter: Mehrere Hundert Jahre, vielleicht tausend.
Nutzen: Was bei der -vorhergehenden Art gesagt ist, gilt auch hier. IhrWuchs ist rascher, und daher findet man sie häufiger angepflanzt alsjene, wenn gleich ihr Holz weniger dicht ist. Ihre Blumen findetman, wie die der folgenden Art, stets mit Geruch begabt.
Erklärung der Kupfertafel.Tab. 107. Ein blühender Zweig in natürlicher GröTse. a) Eine Blume, von welcher dieKronenblätter weggenommen sind und b) ein Kronenblatt vergröfsert, c) einigeStaubgefäfse und d) der Stempel stark vergröfsert, e) ein Zweig mit Knospen, /) diereifen Früchte und g) ein Same in natürlicher Gröfse.
10S. Tir.iA paueißora. Wenigblumige Linde.
Kennzeichen: Die Blätter schief-herzförmig, zottig-weichhaarig, auf der un-tern Flache in den Astachseln der Adern fast bärtig. Die Blumenohne HonWefäfs. Die Blumenstiele meistens dreiblumig. Die Früch-te rippig.
Benennungen; Frühlinde, Sommerlinde, weiche Linde, Graslinde, Wasser-linde, grofsblältrige Linde, rauhblättrige Linde, holländische Linde,hamburger Frühlinde.
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