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1 (1815)
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2 EINLEITUNG.

tisch ihren Werth haben, sie können aber nicht anders, als durch vorher ge-roachte Erfahrung mitgetheilt werden, und taugen durchaus nicht dazu, dieKenntnifs der holzartigen Gewachse zu erleichtern. Noch kommt dazu, dafsin verschiedenen Landern ein Baum in einen Strauch und umgekehrt durchKlima, Boden und Standort verwandelt werden kann und mithin nicht inallen Gegenden die Benutzung einerlei ist.

Aufser den Merkmalen der holzartigen Gewachse und systematischenEintheilung derselben, mufs er den Boden den jede Art liebt und worinnsie am besten gedeiht, den Standort, die Zeit der Blüthe und des Pieifwer-dens der Frucht, so wie die Art des Anbaues kennen, weil sonst seine Un-ternehmungen mifsglücken müfsen, und seine Absicht gröfstentheils verfehltwird.

Um diese seine Absichten mit gehöriger Sorgfalt ausfuhren zu können,soll unter jeder hier abgehandelten Art, alles ganz kurz bemerkt werden,was ihm zu wissen nötnig ist und wird hier eine bündige Darstellung desSystems und des Vegetations Processes vorausgeschickt.

Unter den vielen Systemen, welche die Botaniker aufgestellt haben, bleibtdas Linneisclie noch immer, wegen seiner grofsen Fafsliclikeit das erste undbrauchbarste, auch ist es allgemein bekannt, daher folgen alle holzartigenGewächse in diesem Buche strenge nach der Ordnung, wie Linne sie aufge-stellt hat. Jedes System theilt sich in Klassen, Ordnungen, Gattungen, Artenund Spielarten ab. Klasse ist ein gewühltes Merkmal was sehr vielen Ge-wächsen zu kommt. Ordnung ist eine Abtheilung der Klasse nach einembestimmten Kennzeichen. Gattung nennt man eine Zahl von Gewachsen,die im Bau der Blüthe und Frucht übereinstimmend geformt sind. Art istjede Pflanze welche aus Samen gezogen, stets dieselbe bleibt. Spielartoder auch Abart und Varietät, ist eine geringe Abweichung, die aus dem Sa-men nicht beständig bleibt, sondern wieder in die eigenihüinliche Form zvurük kehrt.