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Zoologie 3 (1882) Amphibien
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SERPENTES. ANGIOSTOMI. STENOSTOMI. STENOSTOMA.

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den, da man Gaumen- und Flügelbein ganz übersehen hat. Nach meiner Untersuchungvon Stenostoma macrolepis ist der querliegende fast halbmondförmige Oberkiefer durcheine Schuppennaht mit dem Intermaxillare und Präfrontale, durch ein Gelenk mit demPalatinum vereinigt. Das letztere ist unten concav, vereinigt sich durch einen äusserenGelenkkopf mit dem Oberkiefer, durch einen kurzen, aber breiteren inneren Fortsatzmit dem Keilbein und legt sich, wie ich gefunden habe, durch einen hinteren langenzugespitzten Fortsatz an die äussere Seite des vorn und hinten zugespitzten dünnenPterygoideum, welches nicht bis zu dem Unterkiefergelenke reicht. Von dem Os trans-versum fehlt jede Spur. Das Keilbein ist, wie bei den Typhlopes, durch eine breitequere Naht von dem ßasilare occipitis getrennt. Das Quadratbein ist dünn, zusammen-gedrückt und viel länger als der ganze Unterkiefer, welcher viel mehr zusammengesetztist, als der der Typhlopes. Das grösste Stück ist das Dentale, welches meistens fünfZähne trägt und das einzige Foramen mentale an der äusseren Seite grade in der Mitteseiner Länge hat. Das nächstgrösste Stück des Unterkiefers ist das Os articulare; dannkommt ein getrenntes Os coronoideum, und ein kleines Operculare. Das Zungenbeinzeigt in seinem Bau sich nicht von dem der anderen Schlangen abweichend.

Die Wirbel haben keine oberen Dornfortsätze und auch keine unteren (bei St.macrolepis), wie sie an dem zweiten bis fünften Wirbel von Typhlops vorkommen. MitAusnahme des Atlas, welcher über der Gelenkgrube, für die Aufnahme des Condylusoccipitalis, einen kleinen Gelenkkopf, den Processus odontoideus des Epistropheus, zeigt,und der Schwanzwirbel sind alle Wirbel mit Rippen versehen. Der letzte Schwanzwirbelist nicht gross, wie bei Typhlops (dinga), sondern klein.

Das Becken stimmt, was höchst merkwürdig ist und wie ich zuerstim Jahre 1863 (Monatsber. d. Berl. Akad. d. Wissensch. p. 265) gezeigt habe, inseinem Bau sehr mit dem der Riesenschlangen überein, ist j ederseits ausdrei eine Gelenkgrube bildenden Knochenstücken, Os ilium, Os pubis(ileopectineum al.) und Os ischii (pubis al.), zusammengesetzt, bildet,was selbst bei den Peropodes nicht vorkommt, eine Symphysis ossiumischii (pubis al.) und trägt eine rudimentäre eingliedrige Extremität, welcheam hinteren Ende hakenförmig gekrümmt und mit einem hornigen Über-zug versehen ist.

Die Zunge ist, wie gewöhnlich, schmal und lang, die vordere Hälfte in zweilange Spitzen gespalten, der übrige Theil derselben oben und unten der Länge nachtief gefurcht. Der Ösophagus geht in einen spindelförmigen Magen über und der Darmmacht nur wenige schwache Windungen. Der Blinddarm ist reichlich halb so lang wiedas Rectum. Die langgestreckte Leber ist durch tiefe Einschnitte gelappt und die Gallen-blase liegt ihrer Endspitze gegenüber in der Nähe des massigen Pancreas und der rund-lichen Milz. Die Luftröhre geht in eine einzige rechte Lunge über, deren dünnes