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Zoologie 3 (1882) Amphibien
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AMPHIBIEN. PHOLIDOTA.

Zwischenkieferzähne 9; 18 Zähne in jedem Oberkiefer und 23 in jeder Unter-kieferhälfte. Gaumenspalte hinter den Augen beginnend und keine Zähne am Gaumen.

Der drehrunde, zuweilen am Bauche etwas abgeplattete Körper ist mit 26 bis28 Längsreihen von Schuppen bekleidet, welche am Bauche kaum grösser als am Rückensind und zwischen den vorderen und hinteren Gliedmafsen in ungefähr 50 Querreihenstehen. Die Präanalschuppen sind nicht oder ein wenig grösser als die übrigen Bauch-schuppen. Der Schwanz ist rund, fein zugespitzt und am Ende mit zwei längeren Schup-pen versehen, von denen die obere jederseits einen Längseindruck zeigt.

Die vordere Extremität reicht nicht ganz bis an die Ohröffnung, die hintere nurbis zu einem Drittel der Entfernung von jener. Der erste Finger ist der kürzeste, dannder fünfte und der zweite, während der dritte längste wenig den vierten überragt. Dieerste bis dritte Zehe nehmen progressiv an Länge zu, während die vierte nur wenig, aberdoch merklich die dritte überragt; die fünfte ist ebenso lang wie die zweite. Die Hand-und Fufssohlen erscheinen gekörnt, während Finger und Zehen oben und unten miteiner Reihe glatter Schuppen bekleidet sind, von denen man unter der vierten Zehe13 bis 14 zählt.

Oben olivenbraun oder grünlichgrau, die einzelnen Schuppen in der Mitte miteinem schwarzen Fleck oder schwarzen Strich, oder mit einem hellen Fleck und amRande dunkler oder heller. Je nachdem die dunkleren oder helleren Flecken oder derdunklere Rand hervortreten, erscheint die Färbung mehr einfarbig oder weiss gefleckt,oder hell und dunkel punktirt oder dunkel netzförmig gezeichnet. Unten schmutzig weiss.

Die Wirbelsäule besteht an zwei Skeleten übereinstimmend aus acht, 3 rippenlosenund 5 rippentragenden, Halswirbeln, 31 rippentragenden Brustwirbeln, von denen sichdie 5 ersten mit dem Brustbeine, der sechste bis neunte durch Knorpelbogen mit ein-ander verbinden, zwei Sacralwirbeln und einer nicht bestimmbaren Zahl von Schwanz-wirbeln, da das Schwanzende fast immer regenerirt ist, auch wenn dieses äusserlichsich nicht erkennen lässt. Besonders bemerkenswerth ist die sehr grosse Zahl, ein unddreissig, der Brustwirbel. Am Schädel deckt das Gaumenbein der linken Seite mitseinem inneren Rande von unten den des rechten Gaumenbeins.

Die Eingeweide weichen in ihrem Bau nicht von denen der Euprepes ab. Der spindel-förmige gestreckte Magen war mit Stücken von Insecten und mit Spinnen angefüllt.

Kopflänge 18 mm; Kopfhöhe 9,5 mm; Kopfbreite 12 mm; bis After 127 mm;Schwanz 90 mm; vordere Extremität 15 mm; Hand mit 3. Finger 5 mm; hintere Extre-mität 25 mm; Fuss mit 4. Finger 9 mm.

Hält sich im Schutt und unter Steinhaufen auf und gräbt sich mit Schnelligkeitin die Erde. Ich fand sie häufig auf der Insel Mossambique, auf Querimba, inMossimboa, Boror und Inhambane. Ausserdem erhielt das zoologische Museumsie durch J. M. Hildebrandt aus Zanzibar, durch Baron C. von der Decken aus Mom-