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AMPHIBIEN. PHOLIDOTA.
Chamaeleon calcarifer, Peters.
Tafel IV. A.
Ch. rostro concavo, apice molli rotundato, occipite elongato, pyramidali, carinato,vtrinque lobato; dorso, mento, gula ventreque serratis; pholidosi corporis homogenea; planuscalcari molli munitis. Ochraceofuscus, plaga humerali fasciaque laterali irregulari flavis,cauda fuscoannulata.
Habitatio: Bembatuka, Madagascar occidentalis, 16° Lat. austr.1870. Chamaeleo calcarifer, Peters, Monatsberichte d. K. Ak. d. "Wissensch. Berlin, p. 110.
Wie ich schon früher bemerkt habe (Monatsber. Ak. Wissensch. Berl. 1869. p. 445)hatte ich diese Art anfänglich (1. c. 1854. p. 615) für den von A. Dume>il beschriebenenCh. calyptratus gehalten, bis ich aus der später veröffentlichten Abbildung die Verschie-denheit erkannte und zugleich aus einer nachträglichen versteckten Notiz (Cataloguemeth. de la collection des Reptiles. 1851. p. 33) ersah, dass dieser letztere gar nicht inMadagascar, sondern in den oberen Nilgegenden zu Hause ist.
Durch die Kopfform, das hohe, zugespitzte Hinterhaupt, die Concavität derSchnauze, die abgerundete unbewehrte Scbnauzenspitze, die Entwickelung der Supra-orbitalleisten, den sägeförmigen Kamm des Kückens und der Bauchseite und selbstdurch die Grösse erinnert diese Art allerdings am meisten an Ch. calyptratus Dum.und an Ch. verrucosus Gray, aber der Mangel grösserer Tuberkel oder plattenförmigerWarzen in der gleichförmigen Granulation des Körpers und die Entwickelung einesklappenförmigen Hautlappens an jeder Seite des Hinterkopfes lässt sie sogleich vondiesen unterscheiden und nähert sie vielmehr der auf dem gegenüber liegenden africa-nischen Continente so verbreiteten Art. Die Hinterhauptslappen sind aber viel schmäler,als bei Ch. dilepis, und verlieren sich nach der Spitze des Hinterhaupts hin allmählig,während sie bei der letzteren Art hier am meisten vorspringen. Die schuppenförmigenTuberkeln der Schläfengegend und des Hinterhaupts erscheinen grösser und gleichför-miger und auch die Granulation des übrigen Kopfes, des ganzen Körpers und der Ex-tremitäten ist gröber und weniger reichlich; denn während man bei der vorstehendenArt zwischen der Mitte des Unterkieferrandes und der Mittellinie 14 Längsreihen vonGranulationen zählt, findet man deren bei Ch. dilepis 18 bis 20. Die zugespitzten Tu-berkeln, welche am Rücken und am Bauche von dem Kinn an eine mittlere säge- oderkammförmige Reihe bilden, nehmen nach hinten zu an Grösse und Höhe beträchtlichab. Am Rücken erscheinen die platten Hauttuberkeln im allgemeinen grösser, rundlich,vier- oder mehrseitig, während sie am Bauche kleiner erscheinen und in deutlicherenQuerreihen stehen. Auch auf den Gliedmassen fehlen grössere zerstreute Tuberkeln;die Hautschwielen erscheinen gross, gleichförmig, meist rhomboidal, während die derHand- und Fusssohlen die Form von regelmässigen quadrangulären, flach convexen