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Zoologie 3 (1882) Amphibien
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SAUM. RHIPTOGLOSSI. CHAMAELEONTES. CHAMAELEON.

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Chamaeleon dilepis, Leach.

1819. Chamaeleo dilepis, Leach, Bowdich, Ashantee. App. 4. p. 493.

1820. Chamaeleo bilobus, Kühl, Beiträge zur Zoologie u. vgl. Anatomie II. p. 104.1820. Chamaeleo planiceps, Merrem, Syst. Amphib. p. 162.

1836. Chamaeleo dilepis, Dumeril et Bibron, Erp. gen. III. 225.

1864. Chamaeleon Petersii, Kirkii et dilepis, Gray, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 470, 472.

Es ist dieses die einzige Art von Chamaeleonen, welche mir auf dem Festlandevon Ostafrica vorgekommen ist. Sie hat hier eine sehr weite Verbreitung, indem sievon der Decken'schen Expedition in Mombas angetroffen, wo ausser ihr noch Ch. Ker-stenii vorkommt, von Hrn. Grützner aus Gerlachshoop (Transvaal-Republik) ein-gesandt wurde. Ich fand sie an der Küste von Cap Delgado bis Inhambane, imInnern des Landes fand ich sie bei Tette und in Macanga am Aca-Flusse. Sie gehtdurch den Continent hindurch bis zur Westküste, wo sie nach Norden hin mit Sicher-heit bis zum Gabun, im Süden bis Otjimbingue im Damaralande vorkommt. A. Smithfand sie nicht mehr südlich vom Orangefluss.

Das Berliner Museum besitzt Exemplare von allen diesen Fundorten und bei dergenauesten Vergleichung ist es mir nicht möglich gewesen, constante Merkmale zu fin-den, wodurch die ost- von den westafricanischen zu unterscheiden wären.

In der Ruhe ist diese Art schön grasgrün mit regelmässigen dunkeln Fleckenund die Unterkinn- und Kehlgegend hat orangegelbe Längsstreifen. Im gereizten Zu-stande erscheint sie violetschwarz mit denselben orangegelben Längsstreifen an derKehle. Der Bauchkamm und eine von der Achselgrube ausgehende Fleckenbinde ander Körperseite, zuweilen auch ein Fleck über der Schulter und ebenso die Hand- undFusssohlen sind orangegelb. Im Zorn sperrt das Thier das Maul auf und richtetdie in der Ruhe anliegenden Hinterhauptslappen in die Höhe. Männchen und Weibchenstimmen in der Farbe überein; die ersteren lassen sich durch die Verdickung derSchwanzbasis und den etwas längeren Schwanz schon äusserlich unterscheiden.

Die Anatomie bietet keine bemerkenswerthen Eigenthümlichkeiten dar. Die Wir-belsäule wird zusammengesetzt aus fünf Halswirbeln, von denen die beiden letzten langeRippen tragen, fünfzehn Rückenwirbeln, zwei Lenden-, zwei Kreuzbein- und 57 Schwanz-wirbeln. Das Brustbein verbindet sich mit nur drei Paar Rippen. An der Eintrittsstelledes Dünndarms in den kurzen Dickdarm bildet dieser einen kurzen Blindsack. DerMagen enthielt bei den uutersuchten Exemplaren Überbleibsel von Heuschrecken.

Ich fand diese Art am häufigsten auf Feldern an den hohen Stielen des Grasesund Getreides, seltener auf Büschen an Waldrändern. Sie wird in Mossambique na-mändurie, in Quellimane närüa, in Sena und Boror njacatendceua, in Tette und Macangadüidüi genannt.