Druckschrift 
Zoologie 1 (1852) Säugethiere
Entstehung
Seite
129
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

GLIRES. SCIURUS.

129

Finger, welche am meisten hervorragen, sind gleich lang, und eben so die beiden seitlichen,welche um anderthalb Glieder weiter zurückstehen; die Krallen sind sehr zusammengedrückt,am Grunde hoch, sichelförmig gekrümmt, am Ende sehr scharf und spitz. Die Daumenwarzeist am Grunde von einem platten weichen Nagel bedeckt. Die Fufssohlen sind nackt bisauf die behaarte Fufswurzel; sie sind durch sechs Schwielen ausgezeichnet, von denenvier unter dem Grunde der Zehen, eine fünfte lange linienförmige innere und eine sechstekleine linsenförmige äufsere unter dem JVlittelfufs stehen. Die vierte Zehe ragt am meistenhervor; etwas mehr steht die dritte und noch mehr die zweite zurück; die fünfte ist nochkürzer und die erste kurze steht am allermeisten zurück. Der Schwanz ist etwa ein Sechstelkürzer als der übrige Körper, schwach zweizeilig, an der Spitze mit längeren Haaren versehen.Die Farbe der Oberseite des Kopfes und des Rückens bis zur Schwanzbasis ist rostbraun,von feinen wellen- oder zickzackförmigen dunkeln Querbinden unterbrochen. Von der Schulterbis zur Hüfte erstreckt sich jederseits neben dem Rücken eine schöne hellgelbe Längsbinde.Die Seiten des Körpers sind blasser als der Rücken, gelb mit schwarzen Zickzacklinien. DieSchnauzenspitze, die Schulter, die Aufsenseite der ganzen vorderen Extremität und die Hinter-füfse sind von glänzend ochergelber Farbe, die Ober- und Unterschenkel ochergelb mit Schwarzgewellt. Die Schnurrhaare sind schwarz, der Augenkreis, zwei Streifen, welche von dem-selben bis zum Ohr hingehen, die untere Seite des Gesichts, und die Lippen sind gelblichweifs, die ganze Unterseite des Thiers vom Kinn bis zur schwach behaarten Steifsgegend, unddie innere Seite der Gliedmafsen weifs. Die Oberseite des Schwanzes ist anfangs von derFarbe des Körperrückens, darauf bis zum Ende abwechselnd braungelb und schwarz gebän-dert; die Unterseite des Schwanzes ist anfangs weifs, darauf bis nach dem Ende hin längsder Mitte rothgelb. Die Iris ist dunkelbraun. Die Nägel sind schwarzbraun, an der Spitzedurchscheinend weifs. Die Haare der oberen und seitlichen Thcile des Körpers und derGliedmafsen sind sämmtlich am Grunde schwarz gefärbt; die einzelnen Haare des Ober-kopfes und des Rückens sind meistens abwechselnd gelbbraun und schwarz beringt, seltenerganz schwarz; die weifsgelben Haare der Längsbinden sind nur am Grunde schwarz. Anden Seiten des Körpers sind die meisten Haare gelb und schwarz beringt, die meisten mitganz kurzer schwarzer Endspitze, andere an der Spitze gelb. Die goldgelben oder ocher-farbigen Haare der Extremitäten, selbst die ganz kurzen der Hände und Füfse sind an derRasis schwarz. Von den Schwanzhaaren sind die meisten schwarz und gelb beringt, amGrunde und an der Spitze gelb, nur wenige ganz schwarz bis auf die gelbe Endspitze, oderberingt mit schwarzer Endspitze. Die weifsen Haare der Rauchseite sind dagegen einfarbig.Die Farbe der Männchen und Weibchen ist dieselbe, auch stimmen die im Januar und imJuni erlegten Exemplare darin ganz überein.

Der Schädel eines ausgewachsenen Männchens ist 41 Mm. lang, an den Jochbogen23 Mm. breit, also viel kleiner als der des gestreiften borstigen südafricanischen Eichhörnchens.Die Schneidezähne sind an ihrer vorderen Fläche orangenfarbig. Die Backzähne, jederseits fünf

Peters, Reise nach Mossambique. Siiugctuiere. \ 7