118 ZOOLOGIE. SÄUGETHIERE.
zen Endspitze, anstatt gelblich, rostroth, wodurch die ganze Rückseite des Thiers einen rosl-röthlichen Schein erhält. Das dichte Wollhaar ist isabellfarbig oder lehmfarbig, am Grundeschmutzig braungrau. Auch die kurzen Haare der äufsern und vordem Seite der Gliedmafsensind schwarz und schmutzig braungelb beringt. Die Farbe der Schwanzhaare entspricht derdes Körpers, nur ist das Wollhaar ganz lehmfarbig, ohne dunklere Basis. Nahe vor seinemEnde ist der Schwanz durch einen breiten aus einfarbig rostrothen Haaren gebildeten Ringgeziert, und die Schwanzquaste wird von pechschwarzen Haaren gebildet, aus deren Mitteeinige weifse zum Vorschein kommen.
Der Schädel ist von derselben langgestreckten Form wie der von Herpestes badiiis,Smith. Ebenso zeigt auch das Gebifs, wie bei diesem, die typische Zahl und Form derManguslen. Es sind sowohl oben wie unten jederseits sechs Backzähne vorhanden; der hintereobere und der untere Höckerzahn sind kaum halb so grofs wie die ihnen vorhergehendenZähne. Die Zahl der Wirbel habe ich leider nicht notirt. Das einzige Exemplar, welches icherhalten, ist ein Weibchen. Dieses hatte drei Paar sehr entwickelte Zitzen am Bauche, denenjederseits eine einzige lange Milchdrüse entsprach.
Diese Art, welche aus der Nähe von Tette herstammt, ist viel wilder und unzähm-barer als die vorhergehende; dort unter dem einheimischen Namen runedo bekannt.
Mafse in Millimetern.
Länge von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzbasis....... 280
Länge des Schwanzes.................. 240
Länge des Kopfes................... 62
Entfernung des Auges von der Schnauzenspitze......... 19
Entfernung des Auges vom vordem Ohrrande........ . 17
Höhe und Breite des Ohrs................ 19
Länge des Oberarms.................. 34
Länge des Vorderarms.................. 38
Länge der Hand bis zur Spitze des mittleren Fingernagels..... 31
Länge dieses Nagels.................. 6
Länge des Oberschenkels................. 45
Länge des Unterschenkels................ 47
Länge des Fufses bis zur Spitze des mittleren Zehennagels..... 48
Länge dieses Zehennagels................ 5
Länge des Schädels.................. 57
Der Form nach am meisten mit Herpestes badius verwandt, unterscheidet sich dieseArt von ihm durch geringere Gröfse und andere Färbung.