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Zoologie 1 (1852) Säugethiere
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ZOOLOGIE. SÄUGETHIERE.

zwei Hauptlappen. Das Herz ist eiförmig abgerundet, 23 Mm. lang, 10 Mm. breit; die linkeKammer bildet allein die abgerundete breite Spitze, und die Herzohren sind ziemlich gleichgrol's. Die Aorta adscendens gibt drei Gefäfsstämme ab wie bei dem Menschen: rechts dieAnonyma dextra, und links die Carotis und Subclavia sinistra. Wie bei den vorhergehendenGaltungen sind zwei obere Hohlvenen vorhanden.

Das Gehirn (Fig. 10) nähert sich sehr dem der Rohrrüfsler; die Lobi olfactorii sendenauch hier vorn einen starken Ast ab, welcher wahrscheinlich, wie bei den Rohrrüfslern, nurdie beiden oberen Nasenmuscheln mit Zweigen versieht, während die nur wenig entwickelteuntere Muschel allein von dem Trigeminus Nervenfäden zu erhalten scheint; die kurze Medullaoblongata geht ebenso wie bei jenen unter einem fast rechten Winkel vom Gehirn ab, sodafs sie bei der obern Ansicht desselben nicht sichtbar ist. Die Vierhügel und die Glandulapinealis kommen zwischen den Hemisphären des grofsen Gehirns und dem kleinen Gehirnzum Vorschein.

Der Name Rhynchocyon ist zusammengesetzt aus (>vy%os, Rüssel, und xvcov, Hund:wegen des langen Rüssels und der hervorragenden oberen Hundszähne.

Rhynchocyon Cirnei. Das gefleckte Rüsselhündchen.

Tafel XXIXXIV.

R. rufoflavidus, nigrofulminatus, maculis badiis per series hmgitudinales sex disposi-tis; auriculis et regione postauriculari rufis; gastraeo rufo-ochraceo; cauda supranigra, subtus flavida, in upice alba.

Longitudo ab apice rostri ad caudae basin 0,300; caudae 0,220.

llabitatio: Africa (mentalis, Boror, 17 18" Lat. Auslr.

K/ti/nchocyon Cimet. W. Peters, Monatsbericht der Königl. Preufs. Akademie der Wissenschaften zu Berlin.Febr. 1847. pag. 36.

Dieses schöne schlanke Thier ist fast von der Gröfse unseres Steinmarders. Der langebewegliche Rüssel ist an seiner Basis doppelt so breit wie hoch, walzenförmig, kurz behaart,am Ende bis auf 7 Mm. nackt. An seiner abgerundeten Spitze liegen die sichelförmigen Nasen-öllhungen nur 2 Mm. von einander entfernt, in der Mitte durch eine Längsfurche getrennt,welche sich zwar auf die untere Seite des Rüssels fortsetzt, aber nicht wie bei den vorher-gehenden Gattungen bis zur Oberlippe fortgeht. Die Unterlippe ist dreieckig zugespitzt, DieSchnurrhaare sind schwach, und liegen in zwei Längsreihen zu jeder Seite des Rüssels undder Oberlippe; eine schwächere Reihe befindet sich an den Seiten der Unterlippe, eine an-dere unter dem Auge, vor und über welchem noch ein paar ähnliche Haare hervorragen.An der Unterkinngegend, in der Mitte zwischen den Mundwinkeln ragen ebenfalls zwei längereHaare aus einem drüsigen Vorsprunge, ähnlich wie z. B. bei den Schakalen, herab. Die Augen

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