HYMENOPTERA. APIARIAE.
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Biene nicht mehr bestehen kann, indem zwischen den extremsten Formen die allmähligslen Über-gänge nachgewiesen worden sind, so wird die Annahme, dafs die nord-europäische Formvon der italienischen verschieden sei, noch viel weniger haltbar erscheinen. Abgesehen davon,dafs die neuerlich überall geglückte Vermischung beider Formen auf das Entschiedenste da-gegen spricht, läfst sich der Nachweis auch aus einzelnen Übergängen in der Färbung, wiesie das hiesige Museum besitzt, liefern. Bei einem nord-deutschen Exemplare zeigt sich dieBasis des zweiten Hinterleibssegments breit rothgelb gefärbt; in Südfrankreich kommen nebenganz dunkel gefärbten Individuen auch solche vor, die in der Färbung mit der A. ligusticaübereinstimmen und dalmatinische Exemplare stehen zwischen beiden Formen in der Mitte.
Dafs Latreilles A. Adansonii vom Senegal, im hiesigen Museum von Guinea, nachLepelletier (A. scutellata) auch in Süd-Africa, ebenfalls nur eine Farben-Abänderung derHausbiene ist, bei der das Schildchen und die Basalhälfte des Hinterleibes rothbraun gefärbtsind, ist mir bei völliger Übereinstimmung aller übrigen Merkmale nicht zweifelhaft; ebensowenig kann ich für Abtrennung der einfarbig schwarz gefärbten und sich nur durch schwächerbehaarten Hinterleib auszeichnenden A. unicolor Latr. einen Grund auffinden.
Es dürfte noch von Interesse sein, auf die geographische Verbreitung der verschiedenenAbänderungen der Hausbiene einen Blick zu werfen. Sieht man von den beiden zuletzt an-geführten dunkelen Varietäten ab, so ergiebt sich das Resultat, dafs die einfarbige Form, welcheunsrer nordischen Hausbiene entspricht, mehr den gemäfsigten, die hell gefärbte mehr denheifseren Regionen zukommt, Letztere beginnt mit der A. ligustica in Italien und erstrecktsich als A. fasciata Latr. über den gröfsten Theil Africas, ferner über Syrien, Arabien, durchdas mittlere Asien bis nach China (A. cerana Fabr.). Das Zusammentreffen und Ineinander-übergehen beider Formen in der gemäfsigteren Zone des Caps ist von besonderem Interesse.Neben der Färbung ist der Umstand hervorzuheben, dafs in der alten Welt die Individuender wärmeren Zone beträchtlich kleiner als die der gemäfsigten sind; die americanischenExemplare der hiesigen Sammlung (Pensylvanien,' Cuba, Portorico, Mexico) stehen den nord-europäischen an Gröfse kaum nach und sind auch in Färbung und Behaarung mit ihnen fastübereinstimmend. —
Bei der beträchtlichen Verwirrung, in welcher sich bis auf den heutigen Tag die Syn-onymie der Honigbienen des alten Continents befindet, wird es nicht ungerechtfertigt er-scheinen, hier anhangsweise dieselbe zu erörtern. Nachdem von den 15 im Catalogue ofHymenopterous Insects in the collect, of the British Museum, Pt. II. Apidae (by F. Smith,London 1854) angeführten Arten der Gattung Apis in der vorangegangenen Darstellung 8 alsVarietäten der Apis mellifica dargelegt worden sind, bleiben noch 7 übrig, welche sich beinäherer Untersuchung ebenfalls auf 3 Arten reduciren; alle drei sind sämmlüch Ostindien undden benachbarten Inseln eigenthümlich und durch scharfe Charaktere sowohl von der euro-päischen Art als untereinander verschieden. Es sind folgende:
Peters, Reise nacb Mossambiquc. Insecten. 5"