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2 (1892)
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182
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Liquor Aluminii acetici.

Liquor Aluminii acetici.

Aluminiumacetatlösung; Essigsaure Thonerdelösung; Liquor Aluminae aceticae; LiquorAcetatis Aluminii; Acötate d'Alumine; Ace^ate d'argile; Acetale of Aluminium.

Zu bereiten aus 30 Theilen Aluminiunisulfat, 36 Theilen ver-dünnter Essigsäure, 13 Theilen Calciumcarbonat, 100 TheilenWasser.

Das Aluminiumsulfat -wird in 80 Theilen Wasser gelöst, die ver-dünnte Essigsäure zugesetzt, und in diese Flüssigkeit allmählich unterbeständigem Umrühren das mit 20 Theilen Wässer angeriebene Calcium-carbonat eingetragen. Die Mischung bleibt 24 Stunden bei gewöhnlicherWärme stehen und wird inzwischen wiederholt umgerührt. Nach demDurchseihen wird der Niederschlag ohne Auswaschen gepresst, und dieFlüssigkeit filtrirt.

Klare, farblose Flüssigkeit von 1,044 bis 1,046 spez. Gewichte, in100 Theilen 7,5 bis 8,0 Theile basisches Aluminiumacetat enthaltend. Sieriecht schwach nach Essigsäure, reagirt sauer und besitzt einen süsslichzusammenziehenden Geschmack. Sie gerinnt beim Erhitzen im Wasser-bade nach Zusatz von 0,02 Theilen Kaliumsulfat und wird nach demErkalten in kurzer Zeit wieder flüssig und klar.

Das Präparat darf durch Schwefelwasserstoffwasser nicht verändertwerden und bei der Vermischung mit 2 Raumtheilen Weingeist sofortnur opalisiren, aber keinen Niederschlag geben. — 10 g geben bei derFällung durch Ammoniakflüssigkeit 0,25 bis 0,30 g Aluminiumoxyd.

Geschichtliches. Eine Aluminiumacetatlösung, aus Alaun und Bleiacetat bereitet,übrigens ein noch etwas Blei in Lösung haltendes Präparat, wurde von Ganal (1827)zum Einbalsamiren angewendet. Burow stellte später (1857) die antiseptischen Eigen-schaften dieses Thonerdesalzes fest. Burow und Maass empfahlen es zum äusser-lichen Gebrauch. Die Pharm. Germ. IL nahm das Präparat auf unter Benutzung dervon Poleck ausgearbeiteten Darstellungsvorschrift. Dieselbe ist unverändert in dasArzneibuch übergegangen.

Darstellung. Die Vorschrift des Arzneibuches für dieses Präparat be-handelt den technischen Theil so eingehend, dass wir uns darauf beschränkenkönnen, einige Erläuterungen hinzuzufügen.

Von Wichtigkeit ist zunächst, dass die Vorschrift des Arzneibuches iu allenPunkten genau eingehalten wird. Insbesondere ist die Darstellung unter Aus-schluss jeder Erwärmung auszuführen, weil es andernfalls sehr leicht zurBildung unlöslicher Aluminiumacetate kommen kann.

Man nimmt die Fällung der möglichst kühlen Aluminiumsulfatlösuug ineinem Topfe von Steinzeug oder einem ähnlichen Gefässe vor, welches derKohlensäureentwickelung wegen nur etwa bis zu 2 / 3 gefüllt sein darf. Den Breivon Calciumcarbonat und Wasser setzt mau, gleichfalls wegen der Kohlensäure-entwickelung, nur in kleinen Antheilen unter Umrühren hinzu.

Nach beendigter Fällung wird die Flüssigkeit unter bisweiligem Umrühren24 Stunden lang an einem kühlen Orte sich selbst überlassen, damit die untenerläuterte Keaktion möglichst zu Ende geführt werden kann. Nach dieser Zeitzieht man die über dem reichlichen Calciumsulfatniederschlag stehende Flüssig-