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2 (1892)
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Linimentum ammoniatum.

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Flüchtiges Kampherliniment sei weiss, dickflüssig und trenne sich selbstnach längerem Stehen nicht in zwei Schichten. Zu dickflüssig gewordeneswerde durch Zusatz einer nur kleinen Menge Weingeist wieder auf dierichtige Konsistenz gebracht.

Linimentum ammoniatum.

Flüchtiges Liniment; Flüchtige Salbe; Linimentum volatile; Liniment volatil; Linimentammoniacal; Liniment of ammonia.

B Theile Olivenöl, 1 Theil Mohnöl, 1 Theil Ammoniakflüssigkeitwerden durch Schütteln zu einem gleichmässigen Liniment vereinigt.

Flüchtiges Liniment sei weiss, dickflüssig und trenne sich selbstnach längerem Stehen nicht in zwei Schichten. Zu dickflüssig gewordeneswerde durch Zusatz einer nur kleinen Menge Weingeist wieder auf dierichtige Konsistenz gebracht.

Die Pharm. Germ. (ed. I.) Hess diese Linimente ausschliesslich aus Olivenöl(bez. Camphoröl) mit Ammoniakflüssigkeit bereiten. Indessen bewährte sichdiese Vorschrift nicht, denn Olivenöl allein giebt ein gelbes, nicht homogenbleibendes Liniment. Ein sehr vorzügliches, weisses und homogen bleibendesLiniment liefert das raffinirte Rüböl, von dessen Verwendung jedoch mitRecht Abstand genommen wurde, weil nach dem Einreiben der nicht geradesehr angenehme Geruch des Rüböles deutlich hervortritt. Der von dem Arznei-buche vorgeschriebene Zusatz von Mohnöl hat den Zweck, die Emulgirung desOlivenöls zu befördern, so dass das Liniment homogen bleibt, ferner ein reinweisses Liniment zu liefern.

Die Darstellung bietet keine Schwierigkeiten: Mohnöl, Olivenöl undAmmoniakflüssigkeit werden in eine Flasche eingewogen und durch kräftigesSchütteln zum Liniment vereinigt. Man vermeidet es übrigens, halberstarrte odersehr kalte Oele zur Bereitung von Linimenten zu verwenden (s. Band I S. 588).

Unmittelbar nach der Darstellung stellen beide Linimente eine Emulsiondar, in welcher die Hauptmenge des Oeles durch kleine Mengen von Ammoniak-seife in feiner Vertheilung gehalten werden. Im Verlaufe der Aufbewahrungunterliegen weitere Antheile des Oeles der Verseifung, in Folge dessen dieLinimente eine dickere Consistenz annehmen. Das Arzneibuch gestattet, dieselbedurch Zusatz von Weingeist zu corrigiren.

Im Verlaufe der Aufbewahrung kann durch die Einwirkung der Kohlen-säure der Luft Zersetzung der Ammoniakseifen in den Linimenten erfolgen unddadurch der emulsionsartige Zustand aufgehoben werde. Nach sehr langer Zeitder Aufbewahrung können die Linimente auch ranzig werden; der ranzigeGeruch tritt besonders nach dem Einreiben hervor. Man halte daher keinezu grossen Vorräthe.

Anwendung finden beide Linimente als die Haut reizende Mittel zu reizenden, ab-leitenden Einroibungen, auch mit anderen Arzneimitteln gemischt. Jodtinktur mitdenselben zu combiniren, hat keinen Zweck, dn das Jod von dem überschüssigenAmmoniak bald gebunden wird.

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