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2 (1892)
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177
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Lignum Sassafras.

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Das fast gar nicht aromatische Holz des Stammes ist zu verwerfen.

Geschichtliches. Das Sassafrasholz wurde den Franzosen in Florida in der 2. Hälftedes 16. Jahrhunderts bekannt und gegen Ende desselben Jahrhunderts auch in Deutsch-land eingeführt.

Abstammung. Sassafras of/iciiialis N ees ab Esenbeck (Lauras Sassafras L.)Familie der Lauraceae, ist ein 30 m hoher, dioecisoher Baum mit jährlich abfallenden,ungetheilt eiförmigen oder vorn 2- resp. 3-lappig getheilten Blättern. Die grünlichgelbenBlüthen bilden meist zu dreien zusammenstehende schlaffe Doldentrauben. (Fig. 80).Heimisch in Nordamerika von Florida bis Canada. Die Droge kommt fast ausschliesslichüber Baltimore in den Handel.

Beschreibung. Das Wurzelholz bildet starke, bis armdicke, cylindrischeStücke; in den Kleinhandel gelangt es meist geraspelt oder in Würfel geschnittenEs ist spezifisch leicht, gut spaltbar, grünlich weiss, bräunlich oder röthlich. Aufdem Querschnitt zeigt es deutliche Jahresringe und feine Markstrahlen. Der Geruchund Geschmack ist fenchelartig süss, in der schwammigen, braunrothen Wurzel-

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Fig. 80. Sassafras officinalis Nees.1 Fruchtzweig. 2 Blüthenzweig. (Nach Karsten.}

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Fig. 81. Lign. Sassafras. Querschnitt.

rinde am stärksten. In der Rinde finden sich zahlreiche, quergestreckte Oelzellenund spindelförmige Bastfasern, aber keine Steinzellen. Die Gefässe des Holzeszeigen zahlreiche Hoftüpfel, die Markstrahlen sind 1—3 reihig, sie enthalten Oel-zellen. (Fig. 81.)

Bestandtheile. Das Holz und die Rinde enthält als pharmaceutisch wichtigenBestandtheil ätherisches Oel und zwar enthält das Wurzelholz 2,6 Proc, die Rindedoppelt so viel (Schimmel & Co.). Das spez. Gew. des Oeles schwankt von 1,05 bis1,07, es enthält Safren C 10 H 16 und Safrol C 10 H, 9 O,. Den rothen Farbstoff bezeichneteReinsch als Sassafrid, er entsteht wahrscheinlich aus einer Gerbsäure.

Verschiedene andere Lauraceen- und Monimiaceenrinden enthalten ebenfalls Safrolund gelangen hin und wieder in denHandel, so Atherosperma mosc/iatumL abill.(australischesSassafrasholz), Mespilodaphne Sassafras Meister (brasilianisches Sassafrasholz) DoryplwraSassafras Endl. (neucaledonisches Sassafrasholz).

Anwendung. Das Sassafrasholz wird in der Abkochung als ein schweiss- undharntreibendes, daher als blutreinigendes Mittel gebraucht. Man wendet es gegen chronischeHautausschläge, Skrofeln, Katarrhe, Rheuma, Gicht, Syphilis etc. an, meist im Aufguss.(50 gr auf 1 Liter.) Im Anfange des Gebrauches soll eine Kopfbenommenheit ein-treten.

Kommentar II.

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