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Kalium aceticum.
ist es, Gefässe mit etwa 500 gr lohalt vorräthig zu halten, welche mit Korkenverschlossen und ausserdem noch mit Paraffin gedichtet werden. Kleinere Mengenkann man in Glasgefässen mit Glasstopfen vorräthig halten, achte dann aberdarauf, dass an Hals und Stopfen nichts davon hängen bleibt, weil sonst Ein-kittung des Stopfens erfolgt.
Anwendung. Kalihydrat wirkt in Substanz oder conc. Lösung stark ätzend, inverdünnter Lösung erweichend auf die Epidermis. Man verwendet es lediglich äusser-lich, und zwar immerhin nur selten, um tiefgehende Aetznngen zu erzeugen z.B. beivergifteten Wunden, Biss toller Hunde etc. Als Reagens und zur Bereitung von Prä-paraten wird es für gewöhnlich in der Form des Liquor Kali cauitici benutzt.
Kalium aceticum.
Kaliumacetat; essigsaures Kalium; Kali aceticum; Terra foliata Tartari; Acetaie depotasse; Terre foliäe de tartare; Acetate of potash.
Weisses, etwas glänzendes, an der Luft zerfliessendes, in 0,36 TheilenWasser und in 1,4 Theilen Weingeist lösliches Salz. — Die, rothesLackmuspapier langsam bläuende, Phenolphthale'i'nlösung jedoch nichtröthende, wässerige Lösung wird auf Zusatz von Eisenchloridlösung dunkel-roth gefärbt, und giebt mit Weinsäurelösung einen weissen, krystallinischenNiederschlag.
Die wässerige Lösung (1 = 20) darf durch Schwefelwasserstoffwassernicht verändert werden; nach Zusatz von Salpetersäure darf sie wederdurch Baryumnitratlösung verändert, noch durch Silbernitratlösung mehrals opalisirend getrübt werden. — 20 ccm derselben wässerigen Lösungdürfen durch 0,5 ccm Kaliumferrocyanidlösung nicht verändert werden.
Geschichtliches. Schon zu des Plinius Zeiten scheint Kaliumacetat medicinisehverwendet worden zu sein. Raymund Lullius (13. Jahrh.) lehrte es in trocknemZustande zu bereiten, Buchholz und Dörffurt gaben zu Ende des 18. Jahrh. Vor-schriften zur Darstellung durch Umsetzung von Bleiacetat mit Kaliumcarbonat oderKaliumsulfat.
Darstellung. In der Technik gewinnt man Kaliumacetat als Nebenproduktbei der Fabrikation von Bleiweiss durch Umsetzen von Bleiacetat mit Kalium-
i* 1 V 11 C\ T11 f "
Pb (CH 3 C0 2 ) 2 + K, C0 3 = Pb C0 3 + 2 CH 3 C0 2 K.
Diese Darstellungsweise kommt für das zum medicinischen Gebrauche be-stimmte Präparat nicht in Betracht, das letztere wird vielmehr ausschliesslichdurch Sättigen von reinem Kaliumcarbonat oder Kaliumbicarbonat mit Essig-säure gewonnen.
In eine hinreichend geräumige Porzellanschale bringt man 400 gr verdünnte Essig-säure (Acidum aceticum dilutum von 1,041 spez. Gew. und 30% Essigsäuregehalt) undträgt allmählich 138 Th. reines Kaliumcarbonat oder 200 Th. reines Kaliumbicarbonatbez. soviel von diesen Salzen ein, dass die Lösung zuletzt neutral oder schwachalkalisch reagirt. Die Auflösung muss schliesslich durch Erwärmen unterstützt werden.Man filtrirt die entweder neutral oder schwach alkalisch reagirende Lösung, säuert siehierauf mit Essigsäure an, dampft sie zunächst auf dem Dampfbade oder über freiemFeuer auf ein kleines Volumen ein, setzt noch etwas Essigsäure hinzu und bringt sieschliesslich durch Eindampfen im Sandbade zur Trockne. Da eine stark concentrirto