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Extractum Filicis.
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Das Eisenextrakt soll grünschwarz, in Wasser klar löslich, von süssem,eisenartigem, aber keineswegs scharfem Geschmacke sein. Ein scharfer Ge-schmack würde darauf hindeuten, dass ein solches Extrakt nicht aus Aepfeln,sondern vielleicht aus Vogelbeeren (Sorbus Aucuparia) bereitet wurde, welchewegen ihres Reichthumes an Aepfelsäure wiederholt als Ausgangsmaterial fürdieses Extrakt empfohlen wurden.
Beim Auflösen von Eisenextrakt in Wasser hat Mylius einmal das Hinter-bleiben eines schwerlöslichen, salzartigen, krystallinischen Rückstandes beob-achtet, welcher aus bernsteinsaurem Eisenoxydul bestand. Die Bildung derBernsteinsäure erfolgte jedenfalls durch Gährung ans der Aepfelsäure. Dabei-ist auf die leichte und klare Löslichkeit des Extraktes in Wasser von gewöhn-licher Temperatur Gewicht zu legen.
Extractum Filicis.
Farnextrakt; Wurmfarnextrakt; Extrait de fougere male; Extract of male fern.
1 Theil grob gepulverte Farnwurzel wird mit 3 Theilen Aether3 Tage bei 15 bis 20° unter bisweiligem Umschütteln stehen gelassen.Nach dem Abgiessen der Flüssigkeit wird der Rückstand nochmals mit'2 Theilen Aether ebenso behandelt und ausgepresst. Die vereinigtenFlüssigkeiten werden filtrirt und zu einem dünnen, von Aether vollständigbefreiten Extrakte eingedampft.
Das umgerührte und mit Glycerin verdünnte Extrakt darf unter demMikroskope keine Stärkekörnchen zeigen. Farnextrakt sei grünlich, inWasser nicht löslich.
Vor der Abgabe muss dasselbe umgeschüttelt werden.
Darstellung. Im October wird das Rhizom von Aspidium Filix man Sw. ge-sammelt, gereinigt, in Scheiben geschnitten, vorsichtig getrocknet, gröblich oder mittel-fein gepulvert und sofort zur Extraktbereitung verwendet. Man stellt dies Extrakt amgeeignetsten mit Hülfe der Deplacirmethode her: 100 Theile grob oder mittelfein ge-pulverter Farnwurzel werden mit ca. 50 Theilen Aether durchfeuchtet und ohne Verzugin einen geeigneten Perkolator (siehe Extraeta fluida) oder bei grösseren Mengen ineinen unter.Extrakte Seite 599 beschriebenen Apparat zur Bereitung ätherischer Extraktegebracht und im Uebrigen genau so verfahren, wie dies bereits unter Extr Cubebarumangegeben ist. Die ExtraUtlösung wird nach dem Absetzen in einem bedeckten Trichterfiltrirt, der Aether in der Weise abgezogen, dass man den Kolben halbgefüllt in einWasserbad von 80° setzt, letzteres durch Nachgiessen von kochendem Wasser auf 50°heiss erhält und bei der Operation mit dem Liebig 'sehen Kühler kühlt. Die zurück-bleibende Extraktlösung wird durch sehr gelindes Erwärmen im Dampfbade vollständigvom Aether befreit und in gut verkorkten Flaschen aufbewahrt.
Wendet man die Macerationsmethode an, so sei noch zur Vorsicht ermahnt! Dieabgepressten ätherischen Flüssigkeiten lässt man dann in gut verschlossenen Gefässen2 Tage absetzen, giesst vom Bodensatze klar ab, filtrirt und verfährt wie angegeben.
Das Extrakt besteht aus harzigen Stoffen und einem flüchtigen und fettenOele, die sich beim Aufbewahren' mehr oder weniger von einander scheiden,Filixsäure und Filixgerbsäure. Die beim Aufbewahren des Extrakts sich ab-scheidende grünlich gelbe, pulverige, krystallinische Substanz ist hauptsächlichFilixsäure. Man muss daher das Extrakt vor der Dispensation umrühren.