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1 (1891)
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552
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Cubcbae.

den Bäumen, die den Kaffeebäumen Schatten geben sollen, iu die Höhe rankt.Man kultivirt sie auf Java im Osten der Insel, im Süden in den ResidentienBagelen und Banjoemaas, im Norden bei Soebang und Krawang, imNordwesten in der Residentie Bantam und im Süden Sumatras. Neuerdings■wird sie auch auf den Antillen gepflanzt.

Beschreibung. Man sammelt die Cubeben vor der Reife, sie sind als-dann kugelig, von ungefähr 5 mm Durchmesser, oft am Grunde eingefallen, sehrwenig zugespitzt. Nach dem Trocknen sind sie durch Einschrumpfen derfleischigen Fruchtwand runzelig, graubraun oder schwärzlich, häufig aschgraubereift. Sie bilden dann 5 mm im Durchmesser haltende, kugelige, in den bis1 cm langen (oft aber kürzeren) Fruchtstiel ausgezogene Körner, die an der Spitzeoft Reste der Narbenlappen erkennen lassen. Die Schale ist etwa 0,5 mm dick,

ihr Endocarp ist sklerosirt. Sie um-schliesst einen meist unentwickelten,geschrumpften, nur an der Basis an-gewachsenen Samen. Ist der Sameentwickelt, so erkennt man im oberstenTheile des Perisperms das kleinere,hellgefärbte Endosperm mit dem Em-bryo. In der Droge ist der Samemeist zu einer schwarzen, formlosenMasse geschrumpft.

Unter der Epidermis Hegt eine meisteinfache, nicht geschlossene Reihe kleinerSteinzellen. Das zartwandige Mesocarpführt Stärke, Oel und hier und da Kryställ-chen (Cubebin), ausserdem noch in be-sonderen grösseren Räumen ätherischesOel. Das Endocarp, die Steinschale, be-steht, aus grossen, stark verdickten, po-rösen Steinzellen. Die die Samenschalebildenden Zellschichten sind stark zu-sammengefallen. Das Gewebe des Samensenthält Stärke, ebenfalls kleine Krystalleund Oel in grossen Räumen. Die Cubebenriechen eigentümlich und schmecken ge-würzhaft, etwas bitter. (Fig. 128.)

Bestandteile. Sie enthalten 12—16Proc. ätherisches Oel, das Cubeben,spez. Gew.: 0,918 bei 15°. NachE. Schmidt besteht dasselbe aus zweiKohlenwasserstoffen der Formel C I5 H 24 ,von denen das eine, das leichte Cubebenöl,bei der Destillation mit Wasser vor-wiegend zuerst übergeht; dünnflüssig,Siedepunkt bei 220°, spez. Gew. 0,916.Das andere, das schwere Cubebenöl, istdickflüssiger, siedet bei 250°, spez. Gew.0,937. Beide lösen sieh klar in Aetiler,Benzol, Schewfelkohlenstoff, Chloroform, flüchtigen und fetten Oelen, in 27 Th. gewöhn-lichem und in 18 Th. absolutem Weingeist.

Leitet man getrocknetes Salzsäuregas in Cubebenöl, so erstarrt es allmählich zueiner Krystallmasse, welche in farblosen, langen, schiefwinkligen Prismen erhalten wer-den kann. Formel: C 15 H 24 2 HCl. Sie sind geruch- und geschmacklos, neutral. Spez.Gew. 0,801. Schmelzpunkt 120—125°. Mit Jodpentabromid tritt eine sehr heftigeReaktion ein unter starker Efferveseenz und Spritzen. Es nimmt dabei dunkelgrüneFarbe an. Aehnliche Reaktion tritt ein beim Versetzen von Cubebenöl mit Jod. Ver-mischt man eine Lösung von Cubebenöl und Schwefelkohlenstoff zu gleichen Theilenmit einem abgekühlten Gemenge von gleichen Theilen conc. Salpetersäure und Schwefel-säure, so entsteht eine blaue Färbung. Conc. Schwefelsäure färbt das Cubebenöl grün-

Fig. 128. Querschnitt durch eine Cubebe. ep Ober-haut der Fruchtschale, st äussere, St innere Stein-zellonschicht, m Mesocarp mit Oelschläuchen oe,s Samenschale, P Perisperm mit Oelschläuchen oe(nach M o e 11 e r).