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Auro-Natrium chloratum.
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buche ohne beigesetztes Ausrufungszeichen vom Arzt verschrieben werden darf, be-tragt 0,001, die grösste Tagesgabe 0,003 gr. Zu subcutanen Injektionen (beiNeuralgien, Krämpfen) ist die Dosis 0,0003 bis 0,001 gr in Wasser gelöst. Die letaleDosis ist 0,05 bis 0,20 gr. Die von Gräfo'schen Augentropfen sind eine Lösung von0,05 (0,04 bis 0,05) gr in 10,0 Wasser. Ein Tropfen auf die Conjunctiva gebracht,bewirkt eine viele Stunden anhaltende Erweiterung der Pupille. In Salben ist gewöhnlichdas Verhältnis» von 0,1 Atropinsulfat (mit einigen (5) Tropfen Weingeist verrieben)'zu 10,0 Fett gebräuchlich. Da durch die Augentropfen in Folge von Verwechslung[läufig Vergiftungen mit tödtlichem Ausgange vorgekommen sind, so haben einige Re-gierungen in Deutschland vorgeschrieben, die Signatur oder das Gofäss noch besondersmit „Gift" und den üblichen drei Kreuzen zu versehen.
Atropinpapier, Charta atropinata. Paper impregnaled urith atropia Strealjklil.enthält im Quadratcentimeter 0,001 gr Atropinsulfat und besteht im Uebrigen aus einemsehr zarton Fliesspapier.
Auro-Natrium chloratum.
Natrium-Goldchlorid; Natrium - Aurichlorid; Chlorgoldnatrium; offizinelles Goldsalz;
Gozzi'sches Goldsalz; Aurum chloratum s. muriaticum natronatum; Aurum sesqui-
chloralum natronatum; Auri et Sodii Chloridum; Chlorure d'or et de sodium; Chloro-
aurate de sodium; Muriate d'or et de soude; Chlorid of gold and sodium.
13 Tli. reines Gold werden unter gelindem Erwärmen gelöst ineiner Mischung aus 16 Th. Salpetersäure und 48 Tit. Salzsäure. DieLösung wird mit 40 Th. Wasser verdünnt und werden darin 20 Th.reines, ausgetrocknetes Natriumchlorid aufgelöst. Die klare Flüssig-keit wird im Wasserbade unter Umrühren zur Trockne gebracht.
Natriumgoldchlorid ist ein goldgelbes Pulver, welches in 2 TheilenWasser vollständig, in Weingeist aber nur zum Theil löslich ist. BeimGlühen wird es unter Abscheidung von Gold zersetzt.
Es darf bei Annäherung eines mit Ammoniakflüssigkeit benetztenGlasstabes keine Nebel • geben. 100 Theile, im bedeckten Porzellan-tiegel langsam zum Glühen erhitzt, müssen nach dem Auslaugen desRückstandes mit Wasser mindestens 30 Th. Gold hinterlassen.
Vorsichtig aufzubewahren.
Grösste Einzelgabe 0,05 g. drossle Tagesgabe 0,^ g.
Geschichtliches. Das Gold, wegen seiner Unveränderlichkeit schon in der frühestenZeit hoch geschätzt, stand in dem Ansehen, auch den menschlichen Körper unzerstörbarzu machen, falls es gelänge, es in denselben einzuführen. Daher war die Aufsuchungder Darstellung eines Annan potabile eine Hauptaufgabe der Alchymisten. Im 8. Jahr-hundert kannte man schon die Auflöslichkeit des Goldes in Königswasser. Das A urumpotahile der späteren Zeit war eine Lösung des Goldchlorids in Aether. Paracelsusverband Goldchlorid mit Quecksilberchlorid und rühmte diese Mischung als eine Uni-versalarznei. Lecoq, Arzt in Paris, empfahl 1540 eine gleiche Mischung als spezifi-sches Mittel gegen die damals herrschende Syphilis. In der zweiten Hälfte des vorigen•lalirhunderts kam das Goldchlorid als Arzneimittel ganz in Vergessenheit, an seinerStelle figurirte Aurum fuhninans (Dispensat. Brandenburgicum) gegen Katarrhe, Durch-fall, Krämpfe etc. Eine Vorschrift zur Darstellung rührt von Kunckel her (La-borat. chym. Part. III. cap. 13 p. 276). Im Jahre 1810 wurde das Goldchlorid voneinem französischen Arzte mit Namen Chrestion wiederum als Antisyphiliticum em-
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