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Ho Photographie.
einen Spiegel ersetzt, und die convexe Seitedesselben durch ein Linsenglas. Die Cameraobscura wird meistens zum Nachzeichnen ent-fernter Gegenstände benutzt. Die Camera claraist von der zuerst beschriebenen Camera obscuranur dadurch verschieden, dass die Stelle desmatten Glases eine grosse Glaslinse vertritt,auf welcher sich das Bild mit scharfen Umris-sen zeigt.
§. 296.
Der Wunsch, die Bilder der Camera obscurazu fixiren, hat zuerst in Wedgwood den Ge-danken erweckt, sich dazu des mit Chlorsilber getränkten Papiers zu be-dienen. //. Davy stellte mittelst des Sonnenmikroscopes die ersten Ab-bildungen kleiner Gegenstände auf diese Weise dar; aber er vermochtees nicht, sie gegen die fortwährende Einwirkung des Lichtes auf dasChlorsilber zu schützen. Auch sind die entstehenden Bilder negativ, d. h.an den Stellen, welche am hellsten sein sollen, dunkel, und an den dunkelnweiss. M. Niepce gelangte nach vielen mühsamen Versuchen auf einemganz andern Wege dazu, dauernde Bilder der Camera obscura auf Glas,Silber und Steinplatten darzustellen, indem er die Einwirkung des Son-nenlichtes auf sehr dünne Schichten des Firnisses aus Judenpech und La-vendelöl benutzte. Dadurch wurde Daguerre zum Theil auf das von ihmerfundene und mit Recht von der ganzen Welt bewunderte Verfahren ge-leitet, Lichtbilder von grosser Deutlichkeit darzustellen. Es besteht imAllgemeinen in Folgendem: Eine mit reinem Silber plaquirte und polirteKupferplatte, die vorher mit verdünnter Salpetersäure und Bimsstein oderTrippel sorgfältig abgerieben wird, setzt man im Dunkeln und bei gewöhn-licher Temperatur den aus dem Jod oder Chlorjod sich entwickelndenDämpfen aus, bis sich eine gleichförmige Jodschichte von goldgelber Farbedarauf gebildet hat. Hierauf wird sie über eine Schaale mit Brornkalk derEinwirkung der Bromdämpfe ausgesetzt, bis sie eine rosenrothe Farbe an-genommen hat. In diesem Zustand setzt man sie auf's neue den Jod-dämpfen halb so lange aus, als das erstemal, bis sie violett geworden ist.Nun wird die Platte dem Licht in der Fig. 409 abgebildeten Camera obscura
ausgesetzt. Das hölzerne Käst-chen besteht aus einem festenTheil C und einem beweglichenB. In einer Messingröhre A istdas achromatische Objectivglas,welches durch eine gezähnteStange und einen Trieb mittelstdes Knopfs D hin- und herbe-wegt werden kann. Die demObjectiv gegenüber befindlicheWand wird durch eine matteGlastafel K gebildet, die in einenRahmen gefasst ist, den manherausnehmen kann. Das ver-
Fig. 409.