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Dichte, Spezifisches Gewicht, Aggregatzustand.
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schwerern Körper nennt man den dichtem, vorausgesetzt, dass beide gleichesVolumen haben. Wenn z. B. 1 Kubikzoll des einen Körpers 3 Loth wiegtund 1 Kubikzoll des andern 6 Loth schwer ist, so sagt man, die Dichtedes letzten Körpers sei das doppelte von der Dichte des ersten.
Die Verschiedenheit der Dichte rührt bei Körpern gleicher Zusammen-setzung von der grossem Anzahl ihrer Atome her, wie z. B. bei gewöhn-licher und bei zusammengepresster Luft: bei andern, wie bei Gold undEisen, von der Schwere Ihrer Atome.
Allgemein nimmt man für feste Körper und tropfbare Flüssigkeitendie Dichte des Wassers zur Einheit an und bezeichnet die der übrigenKörper durch ein Vielfaches oder durch einen Bruch. Die Dichte desKupfers ist gleich 9, heisst also: Ein Kubikzoll Kupfer ist neunmal soschwer, als ein Kubikzoll Wasser. Bei Gasen und andern elastischenFlüssigkeiten dient die Luft zur Einheit. Unter der Dichte versteht manalso nicht das Gewicht eines bestimmten Volumens. Unter dem eigenthitm-lichen oder spezifischen Gewichte dagegen versteht man häufig das abso-lute Gewicht von der Materie eines Körpers, welche das zur Einheit ange-nommene Volumen ausfüllt. Darnach ist z. B. das speziische Gewichteines Kubik-Centimeter Wasser = t Gramm und das von 1 Kub. Centim.Kupfer = 9 Gramm: da sich aber die spezifischen Gewichte wie die Dich-ten verhalten, so wird sehr häufig mit dem Wort spezifisches Gewichtauch die Dichte bezeichnet.
Wenn 9 Gr. Kupfer = 1 Kub.-Centim. sind, so ist das Volumen von1 Gr. Kupier = '/ 9 Kub.-Centim. und das von 17 Gr. Kupfer = l7 / g Kub.-Centim. Um also das Volumen eines Körpers zu finden, muss man seinabsolutes Gewicht in Grammen durch sein spezifisches Gewicht dieidiren.
/§. 23.
Eine zweite Verschiedenheit der Körper gründet sich auf die Art derVerbindung ihrer Aggregattheile oder auf ihren Aggregationfzustand. Dar-nach sind die Körper entweder flüssig oder fest. Ein Körper heisst flüssig,wenn sich seine Theile leicht verschieben lassen, und fest, wenn dies nichtder Fall ist. Die flüssigen Körper theilt man wieder in tropf bar - flüssigeund in elastisch-flüssige. Dieser Unterschied gründet sich darauf, dass dieerstem dem Druck auffallender widerstehen, als die letztern, und ihrenRaum bei abnehmendem Druck nicht so lebhaft erweitern, als diese. ZurErläuterung dient Wasser und eine mit Luft gefüllte Blase unter dem Re-cipienten der Luftpumpe. Während das Wasser unter demselben, bei auf-hörendem Luftdrucke sich unmerklich ausdehnt, und ein Theil desselbenWasserdämpfe bildet, dehnt sich die gesammte Luft mit grosser Gewaltaus, bis zum Zersprengen der Blase.
Die elastisch-flüssigen Körper theilt man in Dumpfe und Gase, weilmanche von ihnen leichter, andere schwerer durch Druck oder durch Kältewieder zu tropfbaren Flüssigkeiten verdichtet werden; wie Wasserdämpfeund kohlensaures Gas. Es findet also zwischen beiden kein wesentlicherUnterschied statt; doch kann man die Gränze zwischen ihnen dahin bestim-men, dass ein gegebener Raum bei gewöhnlicher Temperatur und gewöhn-lichem Luftdruck sich mit Dämpfen, aber nicht mit Gasen sättigen lässt.Wird sodann ein solcher Raum verengt oder erkältet, so verdichten sichwohl die Dämpfe zu tropfbarer Flüssigkeit, aber nicht die Gase. Bei dieser