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PliATIN.
gekannt, als die der anderen beigemengten Metalle, zumal wir vondiesem Metalle mehrfache Anwendung, auch in der Technik, machen.Immerhin hat die Mehrzahl aller jener Verbindungen vorerst nochuntergeordnete chemische Bedeutung.
Platin.
(Chemisches Zeichen: Pt. —Atomgewicht: 194'5.)
Man gewinnt das Metall aus dem Platinerz, nachdem maudaraus durch Behandlung mit verdünntem Königswasser das Goldausgezogen hat, durch anhaltendes Erhitzen mit starkem Königs-wasser. Hierdurch geht das Platin nebst wenig Iridium alsChlorid in Lösung. Der Bückstand besteht meist aus einer Legi-rung von Iridium und Osmium, welche nicht von Königswasserangegriffen wird. Zur Eeindarstellung des Platins wird die Lösungzur Trockne verdampft, das rückständige Platinchlorid in "Wassergelöst und mit Salmiaklösung vermischt. Dadurch fällt ein inWasser schwer lösliches, in Alkohol unlösliches Doppelsalz vonPlatinchlorid und Chlorammonium, der sogenannte Platinsalmiak,nieder, welches, abfiltrirt, ausgewaschen, getrocknet und dann ge-glüht wird. Metallisches Platin hinterbleibt als graue, schwam-mige Masse, der sogenannte Platinschwamm. Dieses ist dasMaterial zur Bereitung des compacten metallglänzenden Platins,welches dann nur noch kleine Mengen Iridium beigemengt enthält.— Die Methoden, welche in den sogenannten Platinschmelzen,d. i. den Anstalten, wo die Platinmetalle dargestellt werden, inAnwendung kommen, um das Platin vollends vom Iridium zu be-freien, und um auch die anderen Platinmetalle zu separiren, sindzahlreich und zum Theil sehr umständlich; dieselben finden sichin den grösseren Lehrbüchern beschrieben.
Das Platin ist ein grauweisses Metall, stark glänzend, von21*5 specif. Gewicht, sehr geschmeidig und dehnbar, und vongrosser Festigkeit, hinsichtlich der es dem Eisen kaum nachsteht.Kleine Beimengungen von Iridium beeinträchtigen seine Geschmei-digkeit erheblich, erhöhen aber seine Brauchbarkeit zu Geräthen,insofern sie es widerstandsfähiger gegen Reagentien machen. —