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1 (1884) Anorganische Chemie
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Kohlensäure.

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kannte Orte sind: die Hundsgrotte bei Neapel, die Dunsthöhle beiPyrmont, die Kohlensäurequellen bei Nauheim, Trier, Eger u. a. m. —Gewöhnlich tritt die dem Innern der Erde entströmende Kohlen-säure zugleich mit Wasser zu Tage, welches von der aufsteigendenKohlensäure oft bis zu beträchtlichen Höhen gehoben wird. Esist die Kraft der im Innern der Erde offenbar unter starkem Druckbefindlichen Kohlensäure, welche im bekannten Nauheimer Sprudeldie Wassersäule bis 80 Fuss über das Niveau der Quelle steigenmacht. Es ist gleichfalls die Kohlensäure, welche in Marienbad,Karlsbad, Selters und zahlreichen anderen Orten die sogenanntenMineralwässer zu Tage fördert.

Endlich bildet sich die Kohlensäure als Produkt der Gährungdes Zuckers in so bedeutenden Quantitäten, dass man diese Kohlen-säure hie und da zu technischen Zwecken verwendet, z. B. zurHerstellung von Bleiweiss.

Wie man sieht, fehlt es dem Chemiker und Techniker nichtan Material zur Gewinnung der Kohlensäure, doch eignet sichnicht jegliches Material dazu, wenn es darauf ankommt, dieKohlensäure chemisch rein zu gewinnen. Alle Kalkgebilde,welche Stoffe organisirter Wesen enthalten, z. B. die Kreide undsolche, welche, wie der Muschelkalk, Versteinerungen vonThieren oder Pflanzen führen, liefern bei Behandlung mit stärkerenSäuren eine Kohlensäure von schlechtem Geruch und schlechtemGeschmack, weil ihr stets kleine Mengen fremder, von den orga-nischen Wesen stammender Substanzen beigemengt sind. Aussolchem Material entbundene Kohlensäure kann und darf deshalbniemals zur Bereitung künstlicher Kohlensäurewässer verwendetwerden.

Rein dagegen und ohne fremden Geschmack ist die Kohlen-säure, welche aus Kalkspath, Marmor, Magnesit und manchenDolomiten, wie auch die, welche aus doppelt-kohlensaurem Natronbereitet wird.

Zur Darstellung kleinerer Mengen von Kohlensäure eignet sicham besten der Kidd'sche Apparat, zumal da derselbe gestattet,die in chemischen Laboratorien häufig benutzte Kohlensäure jedenAugenblick durch Oeffnen des Hahns zu beschaffen. Aus Magnesitoder doppelt-kohlensaurem Natron entwickelt man die Kohlensäuremittelst verdünnter Schwefelsäure, und hat sie dann nur noch

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