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1 (1884) Anorganische Chemie
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Kohlensäure.

Chemie überhaupt eine scharfe Grenzlinie ziehen Hesse, und wenndie Behandlung einer kleinen Zahl der am einfachsten zusammen-gesetzten Verbindungen des Kohlenstoffs zumVerständniss der übri-gen anorganischen Verbindungen nicht durchaus erforderlich wäre.Zu diesen gehören die Kohlensäure, das Kohlenoxyd und dieOxalsäure, der Schwefelkohlenstoff und das Kohlenoxysulfid, derVierfach - Chlorkohlenstoff, das Grubengas, das Cyan nebst derCyanwasserstoffsäure und den Cyanmetallen, und wenige andereVerbindungen.

Kohlensäure.

Zusammensetzung: COy — Die Kohlensänre, das Ver-brennungsprodukt des Kohlenstoffs und der Kohlenstoffverbindun-gen bei hinreichender Zufuhr von Sauerstoff, ist ein farbloses Gasvon eigenthümlichem, prickelndem Geruch und säuerlichem Ge-schmack, hat l - 52 specif. Gewicht, ist in etwa dem gleichen VolumWasser unter gewöhnlichem Druck und bei gewöhnlicher Tem-peratur löslich, etwas mehr unter stärkerem Druck und bei 0°;durch starken Druck zu einer Flüssigkeit zusammendrückbar.

Sie kommt in der Natur ausserordentlich verbreitet vor, alsGemengtheil der atmosphärischen Luft (s. d. S. 233 u. 238), auf-gelöst in den meisten natürlichen Wässern, in grösster Menge imMineralreich als Bestandtheil des gewöhnlichen Kalksteins, desKalkspaths und Arragonits, Marmors, der Kreide und anders be-nannter Verbindungen der Kohlensäure mit Kalk, sodann alsMagnesit (kohlensaure Magnesia), Dolomit (Doppelverbindung vonkohlensaurem Kalk und kohlensaurer Magnesia), Spatheisenstein(kohlensaures Eisenoxydul), Witherit (kohlensaurer Baryt), Stron-tianit (kohlensaurer Strontian), auch als Soda (kohlensauresNatron) u. a. m.

An zahlreichen Stellen und oft in ausserordentlich grossenMengen entquillt die Kohlensäure, ungesehen, aber durch ihrechemischen Eigenschaften leicht erkennbar, der Erde, meist alsProduct vulkanischer Thätigkeit. Durch dieses Vorkommen be-

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