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Kohlenstoff.
mikroskopische Beobachtungen sprechen dafür, dass der Diamantorganischen Ursprungs ist. Alle Versuche, Diamanten künstlichherzustellen, haben noch kein günstiges Ergebniss gehabt. Immer-hin ist es viel wahrscheinlicher, dass wir lernen werden, Graphitoder amorphe Kohle in Diamant zu verwandeln, oder auf einemanderen Wege künstlich Diamanten zu bereiten, als dass dasProblem der Alchemisten, unedle Metalle in Gold zu verwandeln,gelöst werden wird.
Der heutige hohe Preis der Diamanten ist durch das selteneVorkommen bedingt. Sobald grössere Diamanten in Menge ge-funden oder künstlich bereitet werden, werden die Preise beträcht-lich herabgehen.
Ausser zu Schmucksteinen findet der Diamant wegen seinerHärte Verwendung zum Eitzen wie auch zum Schneiden des Glases.Zum oberflächlichen Ritzen desselben genügen kleine Diamant-splitter; die tiefer gehenden Risse, nach denen die Glaser dieGlastafeln brechen, lassen sich nur mit den natürlichen gekrümm-ten Kanten des Diamanten erzeugen.
Der Diamant als dichter Körper bedarf zur Verbrennungeiner höheren Temperatur, als die amorphe Kohle, er verbrenntleicht und mit lebhaftem Glanz im Knallgasgebläse bei über-schüssigem Sauerstoff, oder wenn man ihn mit einer Spirale vonPlatindraht umgiebt und dieselbe in einer Sauerstoffatmosphäredurch einen galvanischen Strom zum lebhaften Glühen bringt.Im fein gepulverten Zustande verbrennt der Diamant schon in derLuft, wenn man das Pulver auf dünnem Plutinblech mit einerLöthrohrflamme erhitzt. Bei Abschluss von Sauerstoff, z. B. ineiner Atmosphäre von Wasserstoff, verträgt der Diamant hoheTemperatur, ohne sich wesentlich zu ändern.
Der Graphit, auch Reissblei genannt, von stahlgrauerFarbe, undurchsichtig metallglänzend, guter Leiter der Elektricität,ausserordentlich weich und grau abfärbend, kommt im Mineral-reich in derben, sich fettig anfühlenden, oft stengligen Massen,zuweilen in kleinen Tafeln des hexagonalen Systems, von