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1 (1884) Anorganische Chemie
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KlESELSÄUBE.

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unverändert, wird nicht von Salpetersäure, auch nicht von Fluss-säure angegriffen, löst sich aber beim Erhitzen mit starker Kali-lauge, unter Entbindung von Wasserstoff, zu kieselsaurem Kali,und verbrennt, im Chlorgase erhitzt, zu Chlorsilicium.

Verbindungen des Siliciums.

Das Silicium geht direct mit Sauerstoff und den HaloidenVerbindungen ein, in welchen es als vierwerthiges Element fungirt.Ein dem Kohlenoxyd correspondirendes Siliciumoxyd von der Zu-sammensetzung: SiO, ist noch nicht dargestellt. Im Uebrigenlassen die Verbindungen des Siliciums manche Aehnlichkeit mitdenen des Kohlenstoffs erkennen, jedoch mehr in ihrer Zusammen-setzung, als in ihren Eigenschaften. Es correspondiren:

der Kieselsäure .... Si0 2 die Kohlensäure.....C0 2

dem Siliciumwasserstoff . SiH^ der Kohlenwasserstoff . . CH 4

dem Siliciumchlorid. . . SiCl 4 das Kohlenchlorid . . . . CC1 4

dem Siliciumsesquichlorid Si 2 C1 G das Kohlensesquichlorid . C 2 Cl 6

dem Siliciumsulfid . . . SiS 2 das Kohlensulfid . . . . CS 2

dem Hydrosiliciumchlorid HSiCl 3 das Chloroform ..... HCC1 3

dem Hydrosiliciumjodid . HSiJ 3 das Jodoform......HCX,

, ö - r , .. (SiOOH ,. n , .. (COOH

der feiliciumoxalsaure . .. die Oxalsäure......irnOTT

Kieselsäure.

Zusammensetzung: Si0 2 . Wir kennen die Kiesel-säure als Anhydrid und als Kieselsäurehydrat. Beide Verbindun-gen kommen in der Natur vor, erstere in grösster Verbreitung.