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JODSTICKSTOFI'.
einem Schälchen von Porcellan mit einer geölten Feder berührtwird, nicht bloss die Tasse zertrümmert, sondern sogar das StückPorcellan, welches unter dem Oeltropfen lag, in den hölzernenTisch eindrücken soll.
Der Entdecker des Chlorstickstoffs, der Chemiker Dulong,welcher, mit den explosiven Eigenschaften desselben unbekannt,eine etwas grössere Menge davon in einer kleinen Eetorte de-stilliren wollte, verlor durch die Explosion mehrere Finger derHand.
Wenn sich bei einem Versuche einmal grössere Mengen Chlor-stickstoff gebildet haben, als man zu explodiren für räthlich hält,so überlässt man denselben unter der Flüssigkeit, aus der er sichabgeschieden hat, am Besten sich selbst. Nach einiger Zeit ister in Folge langsamer Selbstzersetzung verschwunden.
Chlorstickstoff bildet sich ebenfalls durch elektrolytische Zer-setzung einer gesättigten, lauwarmen, wässrigen Salmiaklösung,wenn man in dieselbe zwei blanke Platinbleche als Elektroden ein-senkt und einen massig starken galvanischen Strom kurze Zeithindurchgehen lässt. Die positive Elektrode, an welcher Chlorfrei werden sollte, bekleidet sich statt dessen mit einer dünnenSchicht von Chlorstickstoff, welcher explodirt und alle Flüssigkeitaus dem Gefässe herausschleudert in dem Momente, wo man diebeiden Platinbleche unter der Flüssigkeit sich berühren lässt.
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Jodstiekstoff: NJ3. — Ist ein fester Körper von braun-schwarzer Farbe, fällt als dunkler, dem präcipitirten Jod sehr ähnlichsehender Niederschlag zu Boden, wenn eine gesättigte, alkoholischeLösung von Jod mit starker wässriger Ammoniaklösung im Ueber-schuss gemischt wird. Man bringt den Niederschlag auf ein Fil-ter und wäscht mit Wasser gut aus. — So lange der Jodstickstofffeucht ist, verträgt er Druck und Berührung mit allen den Stoffen,welche den Chlorstickstoff so leicht zum Explodiren bringen, ohneZersetzung; ist er aber vollkommen trocken, so reicht das Herab-fallen eines Luftstäubchens hin, die Verbindung unter heftigerDetonation in ihre Bestandtheile zu spalten.