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1 (1884) Anorganische Chemie
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Über jodsäuke.

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enthält, wird Chlor eingeleitet; es entsteht ein saures Natronsalzder fünfbasischen Ueberjodsäure nach der Gleichung:

(J0 2 )ONa + 3NaOH -f Cl 2

,offi»* + *oi

Dieses, in Wasser fast unlösliche Natronsalz, welches auchals ein wasserhaltiges Salz der dreibasischen Ueberjodsäure =

(JO^Ott '* -)- H 2 0 aufgefasst werden kann, giebt, in Salpeter-säure gelöst, mit salpetersaurem Silber einen Niederschlagdes entsprechenden Silbersalzes von der Zusammensetzung

JO|/fvrn[ Wird letzteres mit Salpetersäure eingedampft, so

scheiden sich gelbe Krystalle des Silbersalzes der einbasischenUeberjodsäure, (J0 3 )OAg, ab, und dieses zerfällt beim Uebergiessenmit Wasser in obiges, schwer lösliche Salz und freie Ueberjodsäure:

2(J0 3 )OAg + 2H 2 0 = JO

f(OAg), + J04H _

1(0 H),

Man filtrirt ab und dampft die Lösung zur Krystallisation ein.

Auch das neutrale Silbersalz der fünfbasischen Säure J0(0 Ag) 5

ist dargestellt, sowie Salze einer D i-Ueberjodsäure, z. B. das

Natronsalz: J 2 0 9 Na 4 , welches durch Erhitzen des Salzes JO |//-.!

auf 220° erhalten wird:

2JO {(OH> 2 = J »°9 Na * + 8H >°-

Wie aus obigen Formeln erhellt, ist die Zusammensetzungder überjodsauren Salze sehr mannigfacher und zieml'ich compli-cirter Art. Aehnliche Zusammensetzungsweise und wechselndeBasicität finden sich bei den besser studirten Sauerstoffsäurendes Schwefels und des Phosphors (s. d.).