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Übe
k jodsauke.
indessen gelingt es erfahrungsmässig nicht, aus dem jodsauren Kalidurch Glühen allen Sauerstoff auszutreiben.
Das Jodsäurehydrat hat ein bemerkenswertes Bestreben,sich auch mit stärkeren Säuren chemisch zu verbinden. Trägtman in heisse concentrirte Schwefelsäure nach und nach gepul-verte Jodsäure ein (etwa Vj vom Gewicht der Schwefelsäure), soscheidet sich beim Erkalten eine Substanz aus, welche die beidenSäuren in chemischer Verbindung enthält.
Ueberjodsäure: (J0 3 ) OH -f- 2H 2 0. — Das Hydrat dereinbasischen Ueberjodsäure ist für sich nicht dargestellt, sondernnur in Verbindung mit 2 Mol. Wasser bekannt. — Diese Verbindungkrystallisirt in farblosen rhombischen Prismen; sie ist an der Luftzerfliesslich, also leicht löslich in "Wasser, löslich auch in Alkoholund Aether. Die wässrige Lösung verträgt Kochen ohne Zer-setzung. Jene Krystalle verändern sich nicht beim Stehen imExsiccator über Schwefelsäure; sie schmelzen bei 133° und fangenbei 140° an, sich in Wasser, Sauerstoff und Jodsäureanhydrid zuzersetzen.
Die Ueberjodsäure fungirt nicht blos als einbasische Säure,sondern kann auch drei- und fünf basisch auftreten. Addirt sichzu dem hypothetischen Ueberjodsäureanhydrid J 2 0 7 , worin dasJod als siebenwerthiges Element fungirt, 1 Mol. Wasser, so ent-steht die einbasische Ueberjodsäure; mit 3 Mol. Wasser entstehtdie dreibasische, mit 5 Mol. die fünf basische Ueberjodsäure:
J 2 0 7 + H 2 0 = 2 t(J0 3 ) OH]
r oh i
J 2 0 7 + 311,0 = 2 (J0 2 )0H
L ohJ
J 2 0 7 -f 511,0
OH"OH(JO) 011OHOH.
Von diesen Hydraten ist nur das zweite im freien Zustandebekannt, von den übrigen existiren Salze.
Man erhält die Ueberjodsäure auf folgende Weise: In eineheisse Lösung von jodsaurem Natron, welche freies Aetznatron