120 Chlobwassebstoff.
Wasserstoff. Ein Volum des letzteren besteht demnach aus 1 / i Vo-lum Chlor und 1 / 2 Volum Wasserstoff. Hieraus berechnet sich dasspecifische Gewicht des Chlorwasserstoffs zu 1'26, welche Zahl mitdem durch das Experiment gefundenen specifischen Gewichte über-einstimmt :
1 Volum Chlor........2-450
1 Volum Wasserstoff......0'069
2 Volume Chlorwasserstoff .... 2'5191 Volum Chlorwasserstoff .... 1'26
Aus diesen Volumgewichten lässt sich leicht auch die pro-centische Gewichtszusaminensetzung der Chlorwasserstoffsäure be-rechnen, nämlich:
2-519 : 2-45 = 100 : x x (Cl) 97-26
2-519 : 0-069 = 100 : y y (H) 2'74
100-00
100 Gewichtstheile Chlorwasserstoff enthalten demnach nicht ganz3 Gewichtstheile Wasserstoff. Eine so geringe GewichtsmengeWasserstoff genügt, um einer mehr als 35fachen GewichtsmengeChlor durch chemische Vereinigung so ganz andere Eigenschaftenzu geben!
Dass in der Chlorwasserstoffsäure Chlor und Wasserstoff zugleichen Volumen enthalten sind, lässt sich am Besten durch elek-trolytische Zersetzung derselben darthun. Der zu benutzendeelektrolytische Apparat, Fig. 21, hat folgende ConstrUctiou:
Zwei oben mit Hahn verschliessbare Glasröhren von gleichemCaliber communiciren unten durch ein horizontal angesetztesRöhrenstück, und durch dieses weiterhin mit einer dritten verti-calen Röhre, welche oben zu einer Kugel erweitert ist. In diezwei ersten Röhren sind von unten mittelst gut schliessenderGummistopfen Kohlencylinder wasserdicht eingesetzt, welche mitden Polen einer Bunsen'schen galvanischen Batterie in leitenderVerbindung stehen. Die beiden Röhren mit geöffneten Hähnenwerden mit starker Salzsäure (oder einem Gemisch von Salzsäureund concentrirter Kochsalzlösung) durch das dritte, oben kugel-förmig erweiterte Rohr fast ganz gefüllt. — Bei und nach Beginnder Elektrolyse bleiben beide Hähne geraume Zeit offen, um derFlüssigkeit in dem Rohre, wo das Chlor frei wird, Zeit zu lassen,
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