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In Frankreich.
I^e kissIinK, 1s kissliliKi Departement des Ober- und Nieder-Nheins. (Iullien, s 5it.)
In Ungarn.
(?ra«eli6vwa; im Lanat, im Weiskirehner Gebirge. (Sehams, II. THU S. 28!).)
Nebttoek dünn, klein; nur in starken Thonböden üppiger und grösser; Ninde kein, anliegend, wenig rissig; dauerhaft bei geeignetem Soden undSchnitt.
Nebholz ziemlich viel, dünn, Kurs; Oberhaut glatt, weitsbräuulieh, bisweilen gräulich gefurcht, klein punctirt; Knotenabttand mittelmätsig;Knoten mittelttark, erhaben; Mark wenig; Nanken wenig; Knospen ziemlich dick, etwas wollig; Knospenentwiekelung etwas fpäth;Cndtpitzen der jungen Zweige mit weitswolligen Llättehen; Schnitt hart.
Llatt mittelmätsig, rund oder länglich, drei- bis füntlappig; Scitenbuchtcn herzförmig, mehr oder weniger tief eingetehnitten; Grundbucht verengt,die Lappen weift gekreuzt; Zähne zweireihig; ttumpf; Oberfläche etwas blasig, kahl; Rückseite etwas wollig; Nerven t'tark, gegen dieGrundbucht röthlichz Llattftiel mittcllang, dünn, röthlieh, kahl; Abfall fpäth.
Blüthe zur rechten Zeit, dauerhakt, doch gegen anhaltende Sonnenhitze empfindlicher, als gegen Nässe.
Trauben ziemlich viel, klein, einfach, manehmal mit Achseln; Träubehen kurz, gedrängt; Agrett selten; Kleinbeere selten; Traubenftiel kurz,röthliehbraun, kahl, mittelttark; warzig.
Leere rund, bei gedrängtem Stand öfters plattgedrückt, fleifchig; Farbe weitslichgrün, fein punctirt, mit braunen; oder bei voller Neife röthliehenLäppchen; mit kleiner, harter Narbe, kurzem, oben dicken, warzigen Leerenftiele, dünnem Lalge, kleiner Franse; mcitt zwei bräunlichenKernen; Getehmack fein, süts, angenehm, gewürzhakt; Neite ziemlich fpäth.
Bemerkung.
In dem rheinitchen Weinbau hatte Metzger, S. 87, den grofsen weit'sen Nifsling noch als eine besondere Spielart des kleinen Nit'slingsbezeichnet, wclchcr sich von letzterem dureh kräftigeren Wuchs, etwas grötsere Trauben, ftumpfer gezähnte Llätter, etwas grünlicheren Llattt'tielund weniger dauerhafte Llüthe nnterfchcidet. In der neuern Schrift v. Labo's und Metzger's, S. I6l), wird aber jene Ansicht mit Neeht alsirrig erklärt; indem diese Veränderung blos eine Folge der Pflanzung des kleinen Nifslings in fehweren, fetten uud zu ftark gedüngten Thonbödenift; daher man letzteren meiftens rein an fteilen Lergwandungen und älteren Weinbergen, den gröfseren, ausgearteten Nitsling aber nieht selten injungen, fruchtbaren Weinbergen mit vorzüglichem Loden findet. Hiemit tlimmen auch die genauen Leobachtungen Lronners in seinem „Weinbau inSüddeutlehlaud", I. H. S. 128 f., überein. Am Nheiu nennt man solche ausgeartete Nitslingttöeke „Pranger", wahrfeheinlich weil sie nur mitüppigerem Wüchse, mit vielen Augen und voller Llüthe prangen, ohne Früchte zu bringen, indem jene häutig abfällt, ohne Leere anzutetzen. Daherwird auch jeder sorgfältige Winzer die so entarteten Neben ausrotten, und dem Cntttehen derselben, durch Lettockung seiner Nebgüter mit Setzholzevon edlen, kräftigen und jüngeren Mutterftöekeu, vorzubeugen suchen.
2) Nother Nitsling.
Diese, derzeit noch etwas seltene, Unterart unterscheidet sich von dem weifseu, kleinen Nitsling nur durch die Farbe der hellröthlieheuLeeren und die weniger wollige Unterseite des Llattes. Sie ist empkindlieher in der Llüthe, reitt aber etwas trüher als jener. Der Verfasser hattehon im Zahr 182k mehrere Neben von dem rothen Nitsling aus dem Taubergrunde erhalten und in seinen Garten gepflanzt, er konnte sich dahervon der Nichtigkeit jener Unterteheidungszeiehen, so wie davon überzeugen, dats solcher hinsiehtlieh des Weines keinen Vorzug vor der weitsenSorte hat. Lei näherer Vergleiehung ergibt sieh auch, dats jene Varietät in den wesentlichen Charakteren sehr vertehieden von dem rothen Traminerist, welcher (siehe oben I. Cl. 2. Ordn.) in einigen Nheingegenden unter dem Namen „rother Nitsling" vorkommt.
3) Schwarzer Nissling.
Unter dieser Lenennnng führen v. Labo und Metzger, S. 162, eine in dem v. Labo'tehen Sortiment bekindliche Varietät ank, welcheaus Frankreich ttammen, vom weiksen Nitsling durch tieter eingetchniltene Llätter, dunkelrothes Holz, rothe Llattttiele, tehwarze Trauben vongeringerem Gctchmack, und tpäterer Neite sich uutcrtchciden, übrigens keinen besondern Werth haben soll. Dem Verfasser wurden bei seinenWanderungen durch die Nheiu- uud Maingegeuden, namentlich in Glierwesel, im Taubergrunde bei Mergentheim, und an andern Orten öfterssogenannte fchwarze Nitslingftöeke als Seltenheit unter andern Neben gezeigt; allein bei näherer Untersuehung konnte er solehe nicht für Varietätendes Nitslings, sondern nur als Abkömmlinge vom ächten odcr Lurgunder (^Voiiien) erkennen, aueh gehört diejenige vorzügliche tehwarze
Traubenart, welche Lronner unter der Lenennung „tchwarzer Nitsling" (nach v. Labo und Mctzger, S. 163) bei Klingenberg am Mainangetrotten hat, nach einer Mittheilung des Elfteren keiner der obengedachten Sorten an.
4) tvältch-Uissling.
Unter dieser Lenennung kommen bei v. Labo und Metzger drei Sorten „1) weitser Wältehritsling, 2) weitser wolliger Wältehritslingund 3) Leerheller" mit folgenden Haupteharaeteren vor:
Traube von mittlerer Grötse, ät'tig, bisweilen dicht, ctwas langftielig, oben breit, nach unten zugefpitzt; Leere füts, gewürzhaft, dünnhäutig;
Llatt zugctpitzt, fünflappig, ftumpf und tpitzzahnig, unten ctwas wollig; Klattftiel lang, dünn.
Die beiden letzteren Spielarten tinden sich bis jetzt nur einzeln in Sortimenten, und tcheinen keinen besondern ökouomitchen Werth zu haben.Die erttere aber, welche aus der Champagne nach Neuenheim bei Heidelberg und von da in die dortigen Gegenden verptlanzt wurde, soll, in guter
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