Hei, v ella.
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suspecta
Man unterscheidet 2 Abtheilungen:
I. Mitrae. Hut wachsartig-häutig, anfangs oder immer an den festen, massig dicken Stielangewachsen. Die grösseren Formen. (Hieher gehört die von uns aufzuführende //.Hrombh.)
H. Pezizo'ideae. Hut häutig, immer frei. Stiel lang und dünn.
Man Iiat lange alle Lorcheln für unschädlich gehalten, und mehrere Mitrae werden auch ob-wohl (mit Ausnahme der H. esculenta) seltener als die Morcheln, auf die Märkte gebracht. Neuer-dings jedoch hat Kroinbholz folgende von ihm aufgestellte neue Art dringend verdächtigt (5 40) #
Helvella suspecta.
Synon. Helvella suspecta. Krombh. III. 30; f. 21 f. 1-6. — Ich kann diese Art, so wie auchdie unten zu erwähnende H. Gigas Krombh., nicht als echt, sondern nur als Varietäten der //.esculenta Pers., Fr. anerkennen, und nicht einmal als gut charakterisirte; denn ich finde es unmög-lich, aus den, viel zu weitläufigen und grossentheils undeutlichen, wesentlichen Charakteren, wiesie der Autor giebf, die nach seiner Meinung wesentlichen Unterschiede herauszusuchen. Damitjedoch die geneigten Leser über die specifische Verschiedenheit der 11. suspecta Kr. von der, sehrbekannten, H. esculenta selbst urtheilen können, entlehne ich aus dem Krombholzischen Werke dieBeschreibung der „neuen" Art fast wörtlich und liefere zugleich (Taf. IX. Fig. 1 von aussen, Fig. 2senkr. Durchschn.) die Abbildungen zweier Lorcheln, welche ich aus einem sehr grossen Korbevoll verschieden gefärbter Exemplare von H. esculenta herausgesucht habe, welche unzweideutig zu//. esculenta gehören und doch auch zugleich mit der Beschreibung der H. suspecta Kr. leidlichgut< 341 ), mit den Abbildungen aber sehr gut übereinstimmen!
Wesentlicher Charakter. „Hut unregelmässig, aufgebläht, zellig-eckig, zwei- bis dreilap-pig, mit unregelmässig zurückgeschlagenen, oft auch eingerollten, welligen, geschlängelt-zelligenLappen, gerundet-stumpfen, gedrängten, krausen, kastanien-braunen Rippen, unregelmässigen, tiefen,oft sehr schmalen oder geschlossenen, grubigen Feldern. Stiel hohl, unregelmässig flachgedrückt,gefurcht-grubig, selten gerippt, an der Spitze unregelmässig erweitert oder ästig, schmutzig-fleisch-farben, später bereift."
Beschreibung. „Der ganze Pilz erreicht 2-4" Höhe und Dicke. Der Stiel wird 2-2£"hoch und bis 1" dick, ist unregelmässig, meist schief, unten dünner als oben, hohl und zellig^ stetsflach gedrückt, grubig, gefurcht oder rippig. Die Gruben finden sich mehr nach oben, und dehnensich dann nach der Verästelung oder der Ausbreitung des Stieles in den Hut; die Furchen abersind schmal, tief, oft in die Stielhöhle oder in deren Zellen dringend, hin- und hergebogen und meistnur einige Linien, selten \" lang. Die Rippen liegen dann zwischen diesen; Furchen, entsprechenin ihren Biegungen dem Laufe der Furchen, sind oft 1'" breit, abgerundet und nicht lange verein-zelt, sondern schnell sich vereinigend. Der Stiel ist fleischfarben, früher glatt, später mit einemzarten bläulichen oder schmutzigen Reife bedeckt, welcher sehr zartkörnig ist und dem Stiel imAlter ein eigenes Ansehen giebt Oben erweitert sich der Stiek und verästelt sich oft bei seinemÜbergang in den Hut. Die Stielsubstanz ist fleischig, zarter und feuchter als bei der verwandtenSpeiselorchel (Helv. esculenta). An den Stellen, wo der Stiel gebrochen wurde, zeigt sich oft nachwenigen Stunden ein filziges, weissliches Gewebe, welches, genauer betrachtet, aus geraden, kur-zen, weisslichen, hellen Härchen zu bestehen scheint. — Der Hut entsteht, wie erwähnt, aus dervielfachen Erweiterung des Stiels und besitzt ganz dieselbe Structur. Seine Oberfläche ist mit dembraunen Fruchtlager (Hymenium) bedeckt, welches alle Rippen, Felder, Zellen und Lappen voll-kommen überzieht, und aus zarten, cylindrischen Schläuchen besteht, welche elliptische Sporen"
(540) Im ersten Hehe seines Pilzwerks, S.63, sagtKromb«hOlZ. einige Arten seyen verdächtig", im dritten Uefte je-doch, wo er die einzelnen Lorcheln durchgeht, beschränkt er dies
(S.23)aufdie Eine Art, welche ich nach ihm abhandle-
(541) Auch Hrn. Krombholz's eigene Abbildung"" P a »«cnnicht ganz zu seiner Beschreibung.
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