Lycopodium Selago.
pegraes. Rosagraes. Roegraes. Isl. Vargslappe. Skollafingur.— Schwed. Lusgräs. Luslummer.Loppgräs. Lumik. — Engl. Fir club-moss (+). Upright fir-moss (i). — Galisch: Garbhag-an-t-fleibh. — Lett. Abdehresahles. — Ehstn. Kallad. Naja kallad. Noja rohhi.
Synon» Lycopodium Selago T>. — Zorn icc. pll. med. t. 529, 554 Cr). — Engl. Bot. t. 233(+).
— Schkuhr Deutschi, kryptog. Gmv. I. t. 159. fg. dextra (t). — Mougcot et Westler Stii-p.crypt. n. 4(+).— Bisch, kryptog. Gmv. H. t. 10 f. 1, 7; t. 11 f. 22-24; t. 12 f. 43,60-62; (et ah).
— Wallr. I. 32( 3 ).
Wesentlicher Charakter. Stengel ansteigend-aufrecht, gabelspaltig; Äste gegipfelt; Blät-ter linear-lanzettlich, zugespitzt, ziemlich steif, ziegeldachlich, grossentheils abstehend.
Beschreibung. Wurzel faserig, gelblich-bräunlich; Fasern ziemlich laug, gabelspaltig.—Stengel 3-8" (und darüber) hoch, cylindrisch, stark, steif; von unten an wiederholt, unter einemsein: spitzen Winkel, gegabelt; bisweilen am unteren Theil hie und da aus einer Blattachsel einefadige Wurzelfaser treibend; (besonders gegen die Spitze) sehr dicht mit Blättern besetzt. Ästean Dicke nach oben wenig abnehmend. Ausser den Sporangien (s. unten) finden sich am oberenTheil der Äste in einzelnen Blattachseln nicht selten Brutknöspchen (gcmmidac proüficae), ausmehreren schuppenartig sich deckenden Blättern — von Avelchen das äusserste and grosseste zwei-te paltig, fast umgekehrt-herzförmig, das zweite und kleinste schuppenförmig, unter dem Einschnittedes zweilappigen aufgewachsen, die beiden innern länglich, ziendich stumpf, das dritte grösser alsdas innerste vierte, ist — bestehend, am Grunde mit 4-6 verschieden kleinen Blättern umgeben. —Blätter in einer Spirallinie rund um den Stengel sitzend, aber so gerichtet, dass sie meistens,wiewohl unregelmässig und nicht allzu deutlich, Szeilig erscheinen; am unteren Theile des Stengelsmehr abstehend oder selbst ausgebreitet, sparrig, an den oberen Trieben mehr aufrecht, fast ange-drückt; etwas glänzend; leicht concav; ganzrandig oder gegen die Spitze schwach und entferntgesägt.— Sporangien in den meisten Blattachseln der oberen Äste (die Astspitzen ausgenom-men); sehr kurz gestielt; nierenförmig, flach; in 2 senkrechte Klappen aufspringend; gelblich;äusserst feine hellgelbe Keimkörner in grosser Menge enthaltend.— Die Farbe des ganzen Ge-wächses ist ein etwas blasses, ins Gelbliche, bei einiger Austrocknung ins Bräunliche fallendes.Grün< 3 >.
Varietät. Wenn die Blätter grossentheils mehr ausgebreitet, sparrig stehen, auch die Ästemeist etwas abwärts gekrümmt sind, so haben wir Kit»il>el's L. recwrvumW', welches von denneueren Schriftstellern mit Recht hieher gezogen wird.
Vorkommen. In allen europäischen Ladern — im südlichen Europa jedoch nur in Aipen-höhe —, auch in Nordamerika; lue und da in Wäldern (besonders in der Nähe von Baumstäm-men), an etwas feuchten Meldestellen, p.p.; im Sommer fruchtreifend; 2L
Wirkung. Unter den Namen Herba Selaginls, Muscus ereetus, Muscus catharticus^ wardas Kraut, und namentlich der Absud desselben, früher gebräuchlich, und man schrieb ihm purgi-rende und emmenagoge Wirkung zu; es sollte aber auch leicht zu heftig wirken, Erbrechen, Kon-vulsionen, Abortus veranlassen^ 6 ). Durch Waschungen mit dem Absud soll hie und da das Land-volk dem Rindvieh und den Schweinen die Läuse vertreiben C), und deshalb auch die Ptlanze inmanchen Gegenden, namentlich in Tyrol, unter den Benennungen Laus kraut, Lauswurzel
(2) Auf Dessen weitere Synonymik ich verweise.
(3) Für eine auslührlicherc Beschreibung und für das Anatomischedarf ich wohl, da die Pflanze nur getrocknet vor mir liegt, auf Bi-SChOffs a. W., auch dessen Lehrh. d. Butan. I. 454., verweisen.
(4) Kit. in Ut. ; Willd. in Sp. pll. 50.
(.)) Dass ehemals Pharmaceuten die Lycopodien nach dem Hahilus<ls Moose ansprachen, darüber darf man sich nicht wundern, wohl aberdarüber, dass noch bis auf die jüngste Zeit herunter diese Pflanzen»ou Professoren der Pharuiacic und der itiediiin in Deutschland und
Schottland zu den ,,Moosen" gerechnet werden.
(Ü) Geigex P/iarmacop. univ. 1.185; N. U.E. 1.64. -— BeiDierbach (S. 357) finde ich auch noch folgende Notiz : „Nach I.e.maire Lisancourt werden die kriechenden Stengel tonLtjcopoilium clauattim und /-. Selago im Pieinontcsischen in Pul-verform unter dem Nanun Schwcizer-Ipecacuanha zu 30 Gran prodosi als Brechmittel angewendet." Aber der Stengel von //. Selagokriecht ja nicht; es findet also wohl hier eine Arten- Verwechselungstatt.
(?) teysei nach SChrk. Bai. 11.491.