Schlafmachcnder Mohn.
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Fhr.frmic. ed 3. 1F. p. 633. — Roth Flor. Germ. T. I. p. 227. T. II. P. I. p. 5S2. — Brandt Flor,licrulin. p. 187. — Haync Arzncig. VI. n. 40. — llaync, Brandt und llalzeburg. Arznclgew. d. Preufs.Pharm. Bd. I. p. 21. — Papavcr opiifcrum Yorsk. ßor. A/-ab. CXIII. n. 33G. — Papaver ulbum et nigrum.Crantz Flor, austr. p. 138. — ßlackw. herb. t. 482 et 483. — Papaver capitalum inultieapsulare Moris.//ist. 1. p. 274. — «. album sciniuibus sordidc albis magis minusve brunnescentibus Hayne a. a. O. —Papavcr officinale *) Gmcl. Flor. Bad. p. 479. — Schult es Öslr. Fl. Th. II. p. 40. — Papaver hortensesemine a!bo. C. Bauh. pin. p. 70. — ß. nigrum seminibus authraeinis magis minusve coerulesceiitibus schis-taeco übteclis. — Papaver hortense scniine nigro C. Bauli. pin. p. 170.
Wesentlicher Charakter. Stengel beblättert, kahl, vielblumig. Slengelblätter umfassend, einge-schnitten. Haare au den Blumenstielen ausgebreitet. Kapseln kahl - eyförmig oder fast kugelrund-urnenförmig.
Beschreibung. Wurzel einjährig, senkrecht, einfach oder etwas ästig, mit wenigen Wurzclfa-sern. — Stengel meist einer, selten mehrere aus einer Wurzel, aufrecht, unten einfach, oben schwach ästig,slielrund, glatt, kahl, wcifs-niilchcud, zwei bis vier Fufs hoch. — Blätter spitzig, eingeschnitten, mit sä-genartigen Zipfeln, oberhalb meergrün, unterhalb fast schimmelgriin, fast gekielt. Die wurzelstündigen ge-stielt län-lich oder lanzettförmig - länglich j die stengelsländigai wechselvvcis stehend, die untern kurz, ge-stielt, lanzettförmig-länglich oder länglich, die obern umfassend, länglich oder länglich ciruud, herzförmig.—Blumen einzeln gipfelständig und blattachselsländig, sehr lang gestielt, vor dem Blühen überhangend, wäh-rend des Blübens und nach demselben aufrecht. Blumenstiel sticlrund, am obern Theilc steifbaarig, mit aus-gebreiteten Haaren. — Kelch zweiblättrig, vor dem Blühen länglich, ausgeraudet, hinfällig. Bh'Utchcn läng-lich, stark vertieft, kahl. — Blumen vierblättrig: Kroneublülter rundlich, mehr breit als laug, gegen dieBasis fast keilförmig, am Endrande zugerundet, ganzrandig oder schwach ausgeschweift, bei a meist graulich-milchweifs, an der Basis lilaroth, hei ß meist purpurroth, ins bräunliche Lilaroth übergehend, an der Basismit einem dunklen, schwärzlichen Fleck. — Staubgefäfse sehr viele (etwa 100), kürzer als die Kronen-blätlcr. Staubfäden keulenförmig, stachelspitzig, milehweifs oder bläulicb. Staubbeutel fast verlängert -läu"lieh zweifäcinig, blafsgclb. — Stempel. FruehtJcnoteu ruudlich- urnenförmig. Griffel fehlend. Narbeschildförmig, spitzig gekerbt, etwas gewölbt, zehn- bis funfzehnslrahlig. — Frucht: Kapsel urnenförmig,bei <* meist eiförmig- urnenförmig, bei ß meist fast kugelrund - urnenförmig, mit der bleibenden vertieftenNarbe gekrönt, kahl, einfächrig, durch die schcidevvandailigen Samcnlrägcr scheinbar halbviclfäckrig, unterder Narbe zwischen den Samenträgeru durch mit den Strahlen der Narbe abwechselnde Löcher aufspringend:Samenträger gleichzählig mit den Strahlen der Narbe, wandsländig, fast sebeidewandartig, den innern Raumder Kapsel gegen die Achse hin öfters kaum bis zum vierten Thcil einnehmend. — Samen sehr viel, klein,nierenförmig, hei «. schmutzigweifs, mehr oder weniger bräunlich, bei ß kohlschwarz, mehr oder wenigerbläulich, schiefergrau überdeckt. Eiiveifs weifs. Embryo gekrümmt, in der Mitte des Eiweifses. — DieCotyledonen erscheinen bei dem gauz jungen Pflänzchen linieufürmig (Fig. 15.), beide untersten f Furzelblättersind spatel-lanzettförmig, ganz und ganzrandig, das dritte Wurzelblatt zeigt schon einen oder mehrere Zähne,die vom vierten an mehr oder weniger häufig hervortreten. Die untersten Wurzelblätter zeigen keine geflü-gelten Blattstiele, bei den obern der Wurzelblälter dagegen findet man die Blattstiele mehr oder wenigergeflügelt (Fig. IG.). Alle jungen Blättcheu sind mit einzelnen, absiebenden Härchen besetzt.
*) Die vonGmelin a. a. O. als eigene Art unterschiedene, und auch als solche in den Düsseldorfer Offiz Pß. n. 404angenommene Varietät a bietet nach Hayne's Uutcrsucliuii'jjen, denen wir auch die eigenen Erfahrungen ai.-.eihen können,keine festen Merkmale, sondern ist lediglich nur als eine durch Cultur constant gewordene Abart anzusehen, dergleichenes unter den eultivirten Gewächsen eine Menge giebt.