Giftiger Wütherich.
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Nutzen. Früher gebrauchte man die Wurzel und das Kraut (Radix et herba SU palustris) alsharntreibendes Mittel. Ein etwaiger Vergiflungsfall wird wie andere durch narkotisch - scharfe Substanzenentstandene behandelt.
Erklärung der acht und zwanzigsten Kupfertafel.
Die Wurzel mit einem Theile des Stengels, so wie auch ein Zweig des blühenden Gewächses. __
Fig. 1. Eine sehr vergröfserte, dem Aufblühen nahe Blumeiufnospe. — 2. Eine aufgeblühte Blume. — 3. EinStnnbge/ri/s von der hintern, und 4. von der vordem Seite gesehen (beide sehr vergr.). — 5. Die Frucht-knoten auf dem gemeinschaftlichen Blumenstiel (vergr.), und 6. dieselben der Länge nach durchschnitten. —7. Die beiden am Samenlräger hängenden Achcncn in nat. Gr. — 8. Eine Achcnc von der Seite, und 9.von der Fugenseite gesehen, (vergr.). — 10. 11. Zwei Achcncn in verschiedener Richtung der Quere, und12. der Länge nach durchschnitten (vergr.). — 13. Ein junges Pflünzchcn mit den Cotyledonen und erstenBlättern.
C I C U T A. W ü t h e r i c h.(PENTANDRIA DIGYNIA.)
pen.
Kelch ansehnlich, deutlich fünfzähnig. Früchte rund. Achenen kaum mit Andeutung von Rip-Thälchen flach, einstriemig. (Allgemeine Hülle wenigblältrig oder fehlend, die besondere vielblättrig).
CICUTA V I R 0 S A. Giftiger Wütlierich.
Wasserschierling, Wasserwütherich, Watscherling, Wehdcndunk, Berstckraut, Barzenkraut, Scherle. —Franz. La cicutaire aquatique; la cigue aquatique. — Ital. Cicuta aquatica. — Engl. The water hem-lock; the long leaved water hemlock; the watcr cicuta. — IIoll. Water-scheerling. — Dan. Vand-scarntyde. — Schrved. Spräng-rot. — Russ. Omeg, Omernik.
Synonym. Cicuta virosa. Linn. spec. plant, p. 366. — Willd. spec. pl. I. 1445. — Per-soon Syn. I. 318. — Rom. et Schult, syst. veg. Vol. VI. p. 452. — Spreng, syst. veg. I. p. 894.—Fl. dan. 208. — Engl. bot. 479. — Smith brit. 322. — Hayne Arzncigcw. I. n. 37. — SchkuhrHundb. t. 71. — Sucnsli bot. t. 134. — Plenk tob. 213. — Hoffm. ambcll. gen. ed. 2. /. p. 179. —Cicuta aquatica. J. Bauh. hist. III. p. 176. — Moris. IX. t. 5. — Cicutaria. Rivin. pentop. — Ci-cutaria aquatica. Lam. Enc. II. p. 2. — Coriandrum Cicuta. Roth germ. p. 130. II. p. 347. — SiumCicuta. Vest. euch. n. 311. — Sium alterum. Dodon. p. 589. — 'Lob. hist. 105y ic. 208. — Siummajus anguslifolium. Tabernaem. p. 203. — Sium Erucae folio. C. Bauh. pin. p. 154.
Wesentlicher Charakter. Blätter alle mehr oder weniger zusammengesetzt gefiedert. Blättchenlanzettförmig, gesägt. Dolden den Blättern gegenüberstehend. Hüllchenblätter linicnförmig-borstenartig.
Beschreibung. Wurzel wurzelstockig. Wurzelstock 1 — 2" dick, fast walzenförmig oder ei-rund, stark geringelt *), hellbraun mit vielen weifslichen, mit zahlreichen Zasern versehenen Wurzelfasern,die quirlförmig stehen, inwendig fächrig, mit 10 und mehr unregelmäfsig-viereckigen, fast parallel übereinan-der stehenden Fächern, einen hochgelben, an der Luft safrangelb werdenden Milchsaft enthaltend. — Sten-gel aufrecht 2 — 4' hoch, stielrund, röhrig, leicht gestreift, mehr oder weniger, besonders an den Spitzenpurpurfarbig angelaufen, oben gezweitheilt ästig, unten einfach und gegliedert, und an der Basis mit aus den
*) Diese "Wurzelringe sind den Ringen des Stengels analog, und die zwischen ihnen befindlichen Räume, die in-nen durch Scheidewände getrennt sind, entsprechen den Gliedern des Stengels. Der Wurzel.stock des Wasserschierlingszei"t daher ganz eine stengelähnliche Bildung, woraus auch seine Fächer sich leicht erklären lassen.
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