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Daphne Striata.
einer, länglich-walzenförmig, weichhaarig, eineiig. — Frucht eine trockene, griinlichbraune, eirunde,, zu-gespitzte Steinfrucht. — Nufs glänzendschwarz.
Vaterland. Frankreich, wo es nach Decandolle Ton den Ebenen bis in die Schneeregionsteigt '), Italien 5 ), Schweiz s ), Deutschland *) in mehreren Gegenden, namentlich in südlichen (Ostreich,Baiern, Pfalz, Baden, Frankf. a. M. u. s. f.) in Polen und Ungarn ! ).
Standort. In sonnigen Wäldern und auf Bergen. — Blühezeit. April und Mai und zuweilen,wenigstens bei den in Töpfen gezogenen Gewächsen, zum zweiten Male im September.
Eigenschaften. Obgleich die Schärfe bei dieser Art weniger grofs ist als bei den früher beschrie-benen, so ist sie doch nicht ganz frei davon. Nach Haller 6 ) soll sich die Schärfe auch in den Blät-tern finden.
Anwendung. Von ihrem medizinischen Gebrauch ist nichts näheres bekannt, höchstens wird siewohl in den Gegenden angewendet, wo sie häufig vorkommt. In technischer Hinsicht gehört sie zu denFärbepilanzen. Wegen des angenehmen äufsern überhaupt und besonders wegen der schönen, lieblich rie-chenden Blumen findet man sie zuweilen in unsern Gärten als Zierpflanze in Töpfen, da aber die Früchtebei uns nicht gedeihen, so kann sie nur durch Ableger vermehrt werden.
Gegenmittel wie beim gemeinen Kellerhals.
DAPIINE STRIATA. Gestreiftblumiger Seidelbast.
Rosmarinblättriger Seidelbast, und Niedcrlicgcnder Kellerhals zum Theil.
Synonym. Daphne striata. Trattin. Archiv d. Gcrvächsh. I. p. 120. t. 133. — Bluff und Fin-gerh. Comp. fl. germ. I. p. 503. — Wikström diss. d. Daphn. p. 40. u. VetcnsVaps Academ. Ilandl.for. 1818. p. 301. — Spreng. Syst. veg. Fol. II. p. 237. — Roth Enum. P. I. Scct. 2. p. 175. —Link Ilandb. z. Erkennung etc. Tli. I. S. 378. — Daphne Cneorum. Linn. Spcc. plant, cd. Willd. T.I.P. II. p. 422. — Wahlenb. Flor. Carp. p. 111. und anderer Schriftsteller z. Theil.
Wesentlicher Character.
Jüngere Äste kahl.
Blätter lederartig, immergrün, schmal, umgekehrt-
eirund - lanzettförmig, vorspitzig. Geschlechtshüllen an der Röhre aufserhalb kald und gestreift.
Beschreibung. Der gestreiftblumige Kellerhals wurde früher vom Rosmarinblättrigen nicht unter-schieden, hat aber, aufser den im wesentlichen Character angegebenen Unterscheidungszeichen, noch folgendeMerkmale. — Stengel höher, mein- aufrecht, und fast beständig dreitheilig. — Blätter länger, schmaler undlüehr ausgebreitet. — Geschlechtshüllen (Blumenkronen) länger und dünner, mehr violettroth. Diekahle Röhre fast umgekehrt - kegelförmig. Lappen des Saumes mehr lanzettförmig und spitzer. Staubfädenlänger. JSarbc kahl.
Vaterland. Die Schweiz, wo sie Wahlenberg noch 6900 Fufs über der Schneegrenze fand, Deutsch-land, namentlich in Kärnlhen in der Nähe von Hc'iligenblut, in Tyrol auf dem Rittncrsbcrge in der Nähe vonBotzen 7 ), dann fand Sicbcr in Italien, Neapel und Apulien nur ihn, nicht gleichzeitig auch die D. Cneorum e ).— Blühe zeit: ron Juni bis September.
Eigenschaften. Die nahe Verwandtschaft mit der vorigen Art und die Ähnlichkeit der Wirkungenanderer Daphne-Arten läfst auch bei dieser auf das Vorhandensein einer ähnlichen Schärfe schliefsen, daher
') Humboldt de di.Urih. Geogr. plant, p. 130. — =) Wikstr. a. a. O. — ') Gaudin Helv. III. p. 30. —*) Mert. Koch a . a . O; Bluff u. Fingcrh. a. a. O. — 5 ) Wikstr. a. a. O. — 6 ) Hist. slirp. helv. I.S. 439. — 7 ) Wikström, Gaudin, Roth a. a. O. 8 ) Trattin. a. <l. O.