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1 (1834) Phanerogamen
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Colchicum Autumnale. Geraeine Herbstzeitlose.

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schon nach 12 Stunden starb. Das Extract wurde theils innerlich gegeben, theils auf künstliche am Schen-kel gemachte Wunden angewendet, welche die Wirksamkeit des Giftes am schnellsten zu verbreiten schie-nen, und selbst bedeutend entzündet wurden. Geringere Gaben sollen krampfwidrig wirken. *) Im Ganzenist es aber eher ein narkotisch - scharf es als rein-narkotisches Gift zu nennen.

Anwendung. Der medizinische Gebrauch ist vorzüglich von den Franzosen erweitert, Dufres-noy und Deslongchamps wendeten sie in der Epilepsie und besonders beim Keuchhusten an. Lejeuncfand, dafs sie mehr auf den Dannkanal wirkt, und gab sie in Extract als Surrogat der Ipecacuanha und alsPulver in der Ruhr und bei gastrischem, gereitzten Zustande, um den Tonus des Darmcanals zu vermehren;eben so wendete er sie mit Erfolg in Wechsel-, Schleim- und Nervenfiebern an. Er reichte sie stündlich inPulverform von 3 4 Gr. Indessen wirken auch diese, besonders bei plelhoriscken Subjccten, schonsehr heftig.

Erklärung der dritten Kupfertafel.

Das blühende Gewächs in natürlicher Gröfse, nach einem wilden, lebenden Exemplar aus Jüterbog.F. 1. Eine ausgebreitete Blume mit zurückgeschlagener Blumenscheide (nat. Gr.). 2. Eine noch von derScheide gröfsteutheils umschlossene, sich eben entwickelnde Blume (nat. Gr.). 3. Die Zwiebel der Quere,und A. der Länge nach durchschnitten (nat. Gr.). 5. Der Stempel etwas vergröfsert dargestellt.6. Ein Staubgefäfs von der vordem Seite, 7. von der hintern Seite gesehen, und 8. ein aufgesprungenesStaubgefäfs von der Seite gesehen (etwas vergr.) a. Eine Draufsicht des obern Theils des Fruchtknotensmit weggesclmittenem Griffel, um die den Griffelfarchen gegenüberstehenden Honigdrüsen und die dreieckigeHöhle des durch einen Querschnitt getrennten Griffels zu zeigen, b. Ein Fruchtknoten der Länge, und c.der Quere nach durchschnitten, a. Ein Eichen (vergr.), <y. mehrere Eichen (vergr.), S. ein Eichen (nat-Gr.) d. Der Blumcnstaub (vergr.).

C. COLCHICACEAE DC. Zeitlosenähnliche.

JUNCORUM GEN. Jufs u. CORONARIAE Spreng, z. Tb.eil. MELANTHIACEAE Bat seh u. R. Br.MERENDEREAE Mirb. VERATREAE Salisb. u. Agh.

Geschlechtshülle unterständig, 6-theilig oder 6-spalüg, die Zipfel derselben meist eingerollt.Staubgefäfse 6; Staubkblbchen oft nach aufsen aufspringend. Griffel 1 oder 3. Narben 3. Frucht:Kapseln 3, zusammengewachsen, 1- oder 2-fächrig, meist nach innen sich öffnend, vielsamig. Samen mithäutiger Schaale. Eiweifs fleischig. Kräuter. Wurzel zwieblig, knollig oder faserig. Blumen untengescheidet oder mit Deckblättern. Geschlechter zuweilen getrennt.

COLCHICUM. Zeitlose,

(HEXANDRIA TRIGYNIA.)

Geschlcchtshülle trichterförmig, mit sehr langer Röhre und sechstheiligem Saum. Griffel 3 Tfadenförmig. Samen rundlich.

COLCHICUM*) AUTUMNALE.

Herbstzeitlose, Wiescnzeitlose, Wiesensafran, Uchtblume, Herbstblume, Miehelsblumc, Lichtbluine, Spinn-

') Dufresnoy u. Deslongchamps. LeUlerer (Rech. hist. bot. et med. sur tes Kare, indigenes. Par.1810. 8.) entdeckte ihre hülfreiche Wirkung in der Ruhr und im Wechselneber.

') DerPsamcCo/i hüum soll daher kommen, weil diese Pflanze (?) häufig auf Colchis wächst. S. Linn. v. Houtt.C. 11. S. 511. 'KoKXi.-növ kommt bei Diosc. 4. 48 vor.