16 Fritillaria Imperialis.
meist ungestielt, oft blofs stengelständig. Blumen einzeln, in Trauben oder Dolden, oft von Scheiden umge-ben. — In allen Zonen, am meisten in den wärmeren, gemäfsigten. — Enthalten in den Wurzeln Schleimund Stärkmehl, oder sowohl in diesen, als in andern Theilcn zuweilen einen scharfen (oft giftigen) Stoff undbitteres Harz. — Blumen Vieler wohlriechend und schön, daher als Zierpflanzen geschätzt. Wurzeln undBlätter mancher efsbar, oder zur Arznei dienlich, oder gar giftig.
A. CORONARIAE AGIL (Coronaricn oder Kranzlilien.)LILIAE Jufs z. Theil. LILIACEAE u. IIEMEROCALLIDEAE R. Br.
Geschlechtshülle unterständig, kronenblaltartig. Staubgefäfse 6. Narbe 3-spaltig oder3-eckig.Frucht: Kapsel 3-fächrig, 3-klappig. Samen in 2 Reihen ohne schwarze, krustenartige Schale. Eiwcifsfleischig. — Meist Kräuter. Blumen meist ohne Scheiden, überhangend, ansehnlich. Wurzel Zwiebel.
FRITILLARIA. Schachblume.
(HEXANDRIA MONOGYNIA.)Geschlechtshüllc glockenförmig. Blumenblätter über der Basis mit einer länglichen oder rund-lichen Honiggrubc. Samen zusammengedrückt, gcrandet.
FRITILLARIA IMPERIALIS. Geschöpfte Kaiserkrone.
Geschöpfte Schachblume, Büschliche Schachblume, Kaiserkrone,*) Gemeine Kaiserkrone. — Engl. Crown
imperial. Französ. La fritillaire imperiale. Schwcd. Keisarkroua. Persisch Tusai.Synonym. Fritillaria impcrialis. Linn. Syst. veg. ed. II p. 435. — Syst. pl. cd.Reich. P. II. p. 46. — Hout-tuynLinn. Pfls. 11. p.276. — Linn. spec.plant, cd. Willd. T.II. P.I. />.90. — Persoon synops.T. I. p. 359. — Spreng. Syst. veg. V.U. p. 64. — Fritillaria Corona imperialis. Gärtn. d. fruet.et sem. Vol.I. p. 64. t. VI. f. 1. a) fulva s.vulgaris. — Curt. Bot. mag. t. 194. Ait.Kew.P'.I.p. 432. ß) snlphurea**) Curt. a. a. O. t. 1215. — Petilium foliis caulinis. Linn. Hort. Clijf.119. Hort. Upsal. 82. — Mill. Dict. n. 8. ic. tob. 104. — Roy. lugdb. 30. — Lilium s. Co-rona imperialis. C. Bauh. pin. 79. — Tournef. inst. r. h. p. 373. — Tusai s. Lilium persicum.Clus. hist. I. p. 127. 128. — Dod. pempt. 202. — Imperialis coronata. Le Bot. culliv. I.p.Ail.Wesentlicher Character. Stengel mehrblumig. Blätter unten gedrängt, glänzend. Blumen ineinem endständigen mit einem blättrigen Schöpfe versehenen Quirl.
Beschreibung. Wurzel zwieblig, rundlich, oben und unten niedergedrückt, häutig; die Häuteziemlich dick, gelblich-weifs und bräunlich-gelb; der Keim mittelstäudig. — Stengel aufrecht, erst beider mehrjährigen Zwiebel hervortretend, meist einer, selten mehrere ans einer Zwiebel, einfach, sliclrund-lich ***) | — 2i' hoch, kahl, am untern Thcile blattlos, ungeflügelt, schwach-leuchtend, am Grunde von dreioder mehreren eirunden, zugespitzten, häutigen, blattähnlichen, bald absterbenden Schuppen (Decken des
*) Den Namen Kaiserkrone erhielt sie wohl daher, weil sie vom Kaiserliche!* Garten zu Wien aus zuerst überDeutschland und andere Länder verbreitet wurde.
**) Aufser beiden genannten Varietäten führt Neuenhahn (filumenzwiehrlgärtn. Bd. I. &, 195.) noch folgendeauf: a) eine glünzendroihe, b) eine rolhe, spalblühende, c) eine rolhe gefüllte, d) eine goldgelbe, e) eins gelbe,gefüllte, f) eine gelbgestreifte, g) eine mit doppelter Krone oder mit 2 Reihen Blumen übereinander, h) e i ne m i[gelbgeslreiften oder vergoldeten Blauem, i) eine breüblättrige, großblumige. In den holländischen Blumen Verzeich-nissen werden gegen 17 Sorten angegeben. t
***) Häufig findet man auch in dezi Gärten sehr breite (bandartige) Stengel, die gewöhnlich viele, oft sehr mon-ströse Blumen tragen.