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1 (1834) Phanerogamen
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Betäubender Lolch.

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gung des Lolchs, so wie sein Zusammenstehen mit dem Getreide dadurch, dafs man sehr feuchte Felder zuUnterfrüchten u. s. w. benutzt, oder sie austrocknet u. s. w. *) Ferner soll man die Halme einzeln ausreis-sen. Selbst nachdem der Same schon mit ausgedroschen ist, kann man die Körner auslesen, oder bequemerdurch ein Sieb (Trespensieb) abscheiden, durch dessen kleinere, länglichere Löcher der Lolchsamen ohne dasGetreide herausfallt. Dafs man, wenn das daraus verfertigte Brod nur kalt genossen wird, vor Vergiftungsicher sei (Gmelin), möchten wir nicht vertheidigen. Uebrigens kann ein gelindes Trocknen an luftigenOrten wohl die Intensität des Giftes abstumpfen, auch soll das längere Kochen des Lolchs mit Wasser undhäufige Abschäumen, besonders aber schwaches Rösten, das Gift schwächen.

Erklärung der ersten Kupfertafel.

Das blühende, ganze Gewächs in natürlicher Gröfse. F. 1. Ein Ährchen mit zurückgebogencr äufsererKelchspelze (a). 2. Ein Ährchen mit sichtbarer, gröfserer, äufserer (a) und kleiner innerer (b) Kelch-spelze. 3. Ein blühendes Ährchen auf einem Theil der Spindel, mit weggenommenen Kelchspelzen be-

sonder^ dargestellt, vergröfsert.

4.

Ein aufgeschlossenes Blümehen von der Seite gesehen, in natürli-

cher GröfseT 5. Ein Blümchen mit zurückgeschlagener, äufserer Kronenspelze (a), um die Staubfädenund den Fruchtknoten in natürlicher Lage zu zeigen, etwas vergröfsert. 6. Ein ähnlich geöffnetesBlümchen, mit zurückgeschlagenen Nebenkronenblättern (x x), und einem ebenfalls zurückgeschlagenen Staub-gefäfs. 7. Ein Blümchen, woran die äufsere Kroneuspelze, das äufsere Staubgefäis, der Fruchtknotenund die Nebenkronenblätter zm-ückgeschlagen sind. A. Einige vergröfserte Naibeutheile. B. Einnoch geschlofsenes Staubkölbchcn von der Seite, C. vom Rücken gesehen. D. Ein aufgesprungenes Staub-kölbchen. a. Einzelne Kügclchen des Blumensiaubes. 8. Ein noch von den Kronenspelzen um-schlossener Same in natürlicher Gröfse. 9. Derselbe besonders dargestellt von der innern Seite, so wie10. von der äufsern Seite gesehen. 11. Ein von seiner äufsern Haut entblöfster und vergrößerterSame, um den an seinem Grunde, von einer fast halbmondförmigen Wulst (Scheibe) umgebenen Keim (%)zu zeigen. 12. Der Längendurchschnitt eines mehrere Tage gekeimten Samens, woran das nach untenliegende Wurzel- und das nach oben liegende Knöspchencnde bemerkt wird. 13. Ein ähnlich durch-schnittener Same, unten mit dem eben hervordringenden Wurzelcnde. 14. Ein noch länger gekeimterSame, woran man das hervorgetriebene in einer Scheide (y) steckende Wurzelende (%) , und das ebenfallsvorgetriebene Knöspchencnde (ß) unterscheidet. 15. Derselbe der Länge nach durchschnitten, mit demKnöspchencnde (/?), der Wurzelscheidc (<y) und dem Wurzelende (%). 16. Ein gekeimter Same, woranman das scheidenföraiige erste Blatt, das erste wahre Blatt und das Würzelchen sieht.

L I L I A C E A E. (Liliengewächse).

LILIACEAE Adanson u. Jufs. und vieler Schriftsteller zum Theil. CORONARIAE, IR1DEAE und SAR-MENTACEAE Spreng. LILIACEAE, DIOSCOREAE, ASPARAGINEAE, ASPIIODELEAE,

MELANTHACEÄE u. s. w. R. Br.

Blumen meist Zwitter, zuweilen getrennten Geschlechts. Geschlechtshülle (Calyx Juss.Corolla Linn.) einfach, meist gefärbt, fleischig und kronenblattarfig, einblättrig, und dann secbsspaltig odersechstheilig, oder sechsblättrig. Staubgcfäfsc 6 oder 3, bei den einblättrigen Geschlechtshüllen denGeschlecktehüllen, bei den mebrblättrigen dem Fruchtboden eingefügt. Fruchtknoten 1, unterständigoder überständig. Griffel 1 oder 3. Narben 1 oder 3. Frucht: Kapsel 3-fächrig, 3-klappig oderBeere. Samen dem innern Winkel der Fächer' angeheftet. Embryo walzenförmig, in einem Eiweils-körper von verschiedener Cousistenz. Meist ausdauernde Kräuter, seltener Sträuchcr oder Bäume, oftmit zwiebliger, knolliger, fleischiger, aber auch häufig faseriger Wurzel. Stengel einfach oder fehlend,und dann nur bei der Blumenentwickelung hervortretend. Blätter nervig, gescheidet, Wechsels weis - stehend,

*) Mehrere ökonomische Vorschläge zur Entfernung des Lolchs s. b. Gmelin S. 4S4., und bei SchönfeldLandwirthsch. §. 208.