Betäuben de Gifte. 7
g) Mit ätzendem, scharfem Harze oder Oele.Thymelcen (Daphnc, Dirca). Droseraceen (Drosera). Plumbagineen (Plumbago). Pi-li eraeeen (Piper). Amomecn (Alpinia etc.).
D. SCHARFE.
h) Mit drastischem Harze:
Cucurbitaceen (Momordica, Cucumis, Trichosanthcs, Cucurbita, Bryonia, Fcuillca). Convol-vulaceen (Convoleulus). Nyclagyneen (Nyctago, Boerhavia). Guttiferen (Marialvca, Garcinia,Clusia. Stalagmites). Co inbretaeeen (Terminalia). Hypericineen (Hypericum, Vismia). Melia-ceen (Mclia, Guarca).
i) Mit drastischem Färbestoffe:
Leguminosen (Cassia, Colulea, Spartium, Coronilla, Cytisus, Gcoffroya, Anagyris, Abrus,Galrga. Piscidia). Rhamneen (Rhamnus). Celastrinen (Evonymus, Ilcx). Primulaceen (Anagal-Us, Cyclamen). Globularien (Globularia). Lineen (Linum). Chenopodieen (Alriplcx, Chcno-podium). Phytolacceen (Phytolacca). Spiräaceen (Gillenia). Bixineen (Ludia, Bixa). Ca-prifoliaceen (Sambucus, Viburnum, Loniccra, Triostcum). Araliaceen (Hcdcra).k) Mit emetischem Alkaloidc.
Rubiaccen (Psycholria, Chiococca, Mancttia, Exostcmma). Jonidicn (Viola, Jonidium).Balsaminecn (Impatiens). Passifloreen (Passiflora). Aristolochien (Asarum, Aristolochia).Smilaceen (Smilax, Paris, Trillium). Dioscoreen (Dioscorca, Tamus). Colchicaceen (Vera-trum, Colchicum). Alismacccn (Alisma). Liliaceen (Scilla, Tulipa, Anthcricum, Fritillaria, Mc-thonica, Asphodclus). Narcisseen (Ilacmanthus, Narcissus). Irideen (Gladiolus, Iris). Pal-men (?) (Cariola). Lycopodiaceen (Lycopodium).1) Mit unbekanntem Gifte:
Pilze (Agaricus, Boletus, Phallus, Lycoperdon).
Im Wesen Hieben sebeint wohl, nach den jetzigen Kenntnissen, die alte Eintbeilung der Pflanzengiftein Narkotische und Scbarfe, und Narkotisch-Scharfe als Mittelstufe, noch immer durch keine neuere ersetztwerden zu können, womit auch Buchner übereinstimmt, denn, so schätzbar sein Versuch auch ist, nachchemischen Grundbestandteilen Unterabtbcilungcn zu machen, so läfst sich dieses bis jetzt doch nicht durch-fallen, da erst sehr wenige Pflanzen genau untersucht sind. Besonders aber sind gerade über manche Alka-loidische Giftstoffe die Meinungen der Chemiker noch sehr gctheilt. Wir ziehen daher dicEiutheilung der Gift-pflanzen in: Betäubende (narkotische), entzündende {scharfe und ätzende), und bctüubcnd-cntziindcnde vor.
Die Prognose richtet sich im Allgemeinen nach der Qualität und Quantität des Giftes, nach derConstitution, dem Alter und manchen Nebeiiumständen, z. B. ob das Gift bei nüchternem Magen genommenwurde u. s. w. I>ie Vergiftung endet entweder mit Wiederherstellung durch Crisis, oder Lysis, oder mitdem Tode.
BETÄUBENDE (NARKOTISCHE) GIFTE.
Eigenschaften derselben sind: ein eigentümlicher, ekelhafter, betäubender Geruch, und widriger,meist bitterer, seltener siifslichcr Geschmack.
Die Wirkung derselben ist nicht quantitativ vermehrend oder vermindernd, sondern ganz eigen-tümlich umstimmend auf das Nervensystem im Allgemeinen, und auf das Sensorium im Besonderen, und hatviel Aehnlichkeit mit den nach dem Genüsse geistiger Getränke erfolgenden Erscheinungen. Form,*) Gabe
) Je nachdem sie in den Magen gelangen, oder äufserlich angewendet werdeu, z. B. in Umschlägen oder Clysti-ren, oder in Dampf, oder Dunstgestalt, selbst als Ausdünstungen und Gerüche von Blumen und Bäumen, (s. Schröckhist. Moschi p. 103), wirken s ; e £ u verschiedener Art und Schnelligkeit.