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Agnes Bernauerin : Ein vaterländisches Trauerspiel
Entstehung
Seite
72
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Sprache ist unwillkührlich. Ihr und der Herzog undalle Welt könnt nicht auslöschen, was der Schöpferhinein geschrieben.

Tuchs, (für sich) Nun muß ich höher sprechen; wahrthastig es thut mir weh. (laut) Agnes! ich warne euchzum leztcnmal. Vielleicht hab ich schon mehr gesagt,als der Würde dessen, der mich gesandt hat, und mei-ner eigenen anstund. Ich bcdaure euch, noch mehreuren Eigensinn. Wißt, daß es ein Staatsverbre-chen ist.

Irsncs. Ein Verbrechen? und mein Gewissenschweigt? und befiehlt mir zu beharren? >— Was istein Staatsverbrechen? (man hört lauten)

Tuchs Was lautet man?

Agnes. Es ist Mittag.

Tuchs Diese Glocke läutet euch kein gutes Zeichen

Agnes, (ängstlich) Ich ahnde es; ich weiß es; mirwird so bange. >— Albrecht! und du verließest mich!

Tuchs Entschließt euch!

Agnes Ich bin ja entschlossen; hab's euch ja oftgesagt; hab nie gewankct.

Neunter Auftritt.

Tore. Die vorigen.

Tore. (bleibt an der Thüre steh»») Es ist Zeir.

Tuchs, (zu Agnes) Hört ihr's?

Agnes. Gort! was soll mir geschehen? — wo istZ enger? — o Albrecht!

Tore.