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Agnes Bernauerin : Ein vaterländisches Trauerspiel
Entstehung
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70
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Elcsncs. Ich kann nur das wollen, was ich thunkann ; das bleiben, waS ich bin; oder nicht wehr senn.

Luchs. Man ttehr'ü cnch wohl an, daß ihr verliebtsend! aber ihr thätet wohl, das Ding ernstlicher zubeherzigen. Ich will meinen Auftrag kurz heraussa-gen, dann könnt ihr wählen. Der Herzog wird nim-mermehr eure Ehe für gültig ansehen, auch nie Baien,,nie das Reich.

Eignes. Armer, betrogener Albrecht, und du bistfort?

Tuch st. Das hat Ernst auch geschworen, und wird'shalten.

Eignes. Schwur er höher, als bey Gott, bey demwir schwuren?

Tuchs Euch bleibt übrig, entweder mit einem an-sehnlichen Gehalt in ein entferntes Land zu reisen —

Elssnes. Mit Albrecht?

Tuchs. Allein >— mit eurem Vater. Oder einenjungen, braven Mann mir guter Aussteuer in Bayern,oder in Augspurg zu wählen; oder in ein Älostcr euchzu verbergen, bis —

Eignes. Bis wann?

Tuchs. Bis Albrecht das gethan, was ihr nun thunsolltet, wenn ihr klug seyd.

Eichirs. Ist kein oder mehr?

Tuchs. Bewahre mich Gott vor allem weiterenoder!

Elctneg. Ich weiß noch eins —: das Herz soll mirim treuen Busen zerspringen; sterben!

Tuchs.