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Agnes Bernauerin : Ein vaterländisches Trauerspiel
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36
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alsBuhler: Albrecht hätte nicht für eineMehe den Händeschuh hingeworfen, und Kampf angeboten: er liebtaus dem Herzen, und ein empfindsames Herz hatmehrere schwache Seiten. Könnet ihr zweifeln, gnä-diger Herr! daß ein Vater nicht ganz seine zärtlichenRechte über ihn behaupten würde, wenn er ihn nurals Vater vor sich sähe? meynr ihr, der warme bie-dere Bayer werde nicht aus Liebe für seinen Herzogund sein Land hcldenmülhig aufopfern, waü tausend-facber Tod ihm nicht abgezwungen hätte?

Li'laxcl. Und wenn man dem Ritter Wiedererstat-tung seiner Ehre, Zuwachs an Ruhm zeigte? ha! waswär' ich da nicht fähig zn thun!

Guktd. Darum rathe ich mehr als jemals zur Gü-te, zu einer freundschaftlichen Gesandtschaft, die dssVaters wohlmcynende Warnungen Albrcchten zum Oh-re brachte —

Vicedden. Und den Sohn etwa um Verzeihungbäte?

Eiind. Rauher Mann! mit euch sprech' ich nicht.

Ernst. Wer Ernstens Freund ist, wer nicht Rebel-lion in seinem Busen kocbet, rathe mir zu keinemSchritte, der des Vaters Ansehen, des Herzogs Ge-walt zu nahe trete.

<öt»rd. Gnädiger Herr! wenn Friede und Rückzuggegen Feinde des Vaterlandes, oft erlaubt, nothwen-dig, rühmlicb sind; so wird Aussöhnung des wirkli-chen mit dem künftigen Herzoge, des Vaters mit demSohne euch nicht entehren. Sicher, das erwartete

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