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Die H e u r a t h
Ludwig. Sie ist auch nicht aus diesem Dor-fe. — Solche niedliche Mädchen giebt es hiernicht.
Mariane. Unmöglich kann sie nach mir fra-gen.
Ludwig. Sie fragt nach einer Jungfer Ma-riane, die seit zwey Tagen bey der Frau Grä-fin von Lodenheim in Diensten ist, und vorhertcy der jungen Gräfin von Mansbach war —ergo fragt sie nach ihr.
Mariane. Sonderbar!— Aber sie muß war»rcn; die Gräfin schreibt, und ich vcrmuthc je-den Augenblick gerufen zu werden.
Ludwig. Sie kann sie ja herein kommen lassen.
Mariane. Nein, die Gräfin mdgte ungehal-ten werden.
Ludwig« Ungehalten? — das hat nichts zusagen.— Eine so liebe, gute gnädige Herrschaftaiebt's in der ganzen Welt nicht. — Wenn sieeinen Fehler nicht hätte! —
Mariane. Welchen?
Ludwig. Daß sie uns Mannspersonen ohneAusnahme zum Teufel wünscht. Und auch denkann man ihr im Grunde nicht übel nehmen.
Mariane. Und woher kommt der Haß gegendie Männer?
Ludwig. Das kann ihr kein Mensch bessersagen, als ich; denn ich diene schon 25 Jahrein der Familie. — Sie verliebte sich in den
Era-