Sophie Lauber.
^s dämmerte schon gegen die Nacht, und dieStille des Abends verkündigte allgemach dieAnkunft der Ruhe. Der Hirt trieb die Heer-den ins Dorf, und außer dem Gelinget desunermüdeten Landmannes, der vor der Hütteseine Sense ausbesserte, hörte man kein Ge-räusch mehr in der ganzen umherliegenden Ge-gend. Ich saß in meiner Postkutsche, und hiengmeinen Gedanken über die Herrlichkeit einesprachtvollen Sommerabends nach. VerschiedeneAuftritte rührten mein Herz. Häusliche Ein-tracht und Liebe fand ich vor der armseligenHärte, vereint mit Armuth und Elend, undmein Aug weidete sich an den verschiedenen Ge-genständen: dort sah ich einen Mann, wie erausgestreckt auf dem grünen Rasen da lag, undsein Haupt ruhte in dem Schoose seiner Gat-tin Da sah ich halbnackte Kinder; in Reihenfassen sie um den treuen Haushund; flochtenihm Kränze von Feldblumen, und spielten mit
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