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[Dominicale] (1721)
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47
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Am Fest der Gnadenreichen Gebukt IEju LhustL. 47

mir einer Heu-Krippen / seine Herrlichkeitmit der Armuth vertauscht: Freylich dannsiehet Lkäk-iras , dle Lrebe auf dembrennenden Heryen GOrres / auf dirOJEsu! b

Darum mochte ich wol fragen/ wasjener 2.Reg. iz. Es läge Ammon dererstgebohrne Sohn Davids kranck / undwar diß kein Schul-wol aber ein Buhl-Kranckheit: Dann der böse Bub hatteunreine Lieb gewonnen gegen seiner eignenSchwester Thamar/ und das Feuer derLiebe war so groß/ daß es ihn wie ein hitzi-ges Fieber ausdörrte; Da sprach Jona-rhas/ des Semmaa des Davids BrudersSohn / sein sehr guter Freund zu ihm:

(^ugr« lic accenuuris m^cic 6li Kegis?

Lparum wtrjkl» so mager du RönigsGohn / Die Antwort war : lbamar

Lororem l'ci>cn8 mei /cblolon amo: 'JAUebedre Thamar meines Bruders Ab,falons Schwester.

Liebreichstes JEsulein ! erlaube mirbeut diese Frag an dich zu stellen da imK rippelein/ dort im HochwürdigenSacra-ment: Ougce iic acrenusris sili Xegis?Du Königlicher Printz/ du eingebohrnerSohn des allerhöchsten Monarchen/ meinwarum bistu da so eingeschnurfft/ bist alldaso eingefallen und schwach anzusehen / soklein und eingefätschtinso geringe Winde-lein/ da im Kripplein/ dort eingeschräncktin den kleinen Gestalten des Hochwürdig-sien Sacraments? Bistu nicht derjenige/der du bey Jerem. amzz. c. sagest: d.' u m -

guicl nc>n LcclumLc rerc!,m cgn implco?Erfülle ich mehr Himmel und Erden?Bistu nicht der/ guem Lwli capere nonporeranr, welchen die Himmel/ wie dieKirche singt / nicbr fasten konnten dieErden nicht begreiffen/dergantzeUmkreißder Welt nicht einschrancken oder umge-ben kan/ und anjetzo liegstu da im Krippe-icin/ bist dawarhafftig im HochwürdigstenSakrament/ als ein kleines / holdseliges/unmündiges Kindlein : (ch.Ee lic srcc-nuari? ? warumfcheinestu fo snrkräsf.rer ? Ach sagt er / ich hab Thamar dieSeel des Menschen mein liebes Schwe-sterleiu so lieb / diese Liebe bringt mich indiesen stinckenden Stall / in diese kleineGestalt: Q gütigster JEsu/ wie kansiudoch die Seel eines sündigen Menschen solieb haben ? Es sagt ja Jerem. Thren 4.von einer sündigen Seel : vcmAcsrs elklllciss ru» lüper (iarbones : Demsicbr ist über kohlfcbwaru. LiebstesJEsulein! Thamar dein Schwesterlein /die Menschliche mit Sünden bemackelteSeel/ist ein abscheuliches Muster / schwar-tzer als die Kohlen / eben so abscheulich alsder leidige Sathan selbst / wie kanstu siedann lieben?

Aber es bleibt darbey/ ich hab Tha-mar/ die Seel des Menschen/ mein liebes

Schwesterlein lieb/ darum/ aufdaß ich siemöchte bringen in die ewige Glückselig-keit /hab ich mich begeben in das grösteElend : Aufdaß ich sie möchte erhöben/und auf ewig meiner Gottheit theilhafftigmachen/ hab ich mich also erniedriget/und liege da als ein kleines Kindlein: Aufdaß sie sich möchten erfreuen in der Ewig-keit/ liege ich jetzt da in der Zeit/ und wei-ne bitterlich : Aufdaß ich sie vom Elendmöchte erretten / und befreyen von demewigen Tod/ liege ich jetzt da willig und be-reit/ mein unschuldiges Leben für sie darzugeben. O wol ein brennende Lieb! Frey-lich ist Lkgricgz dle Liebe zu lesen aufdemflammenden Hertze GOttes/ aufdir/OJEsu!

Nachdem der starcke Samson einPhilistaisches Weib gesehen / hat er gleichangefangen / mit Liebe gegen sie zu bren-nen/ daß er sie zu einer Braut begehrte/und wollte durchaus kein andere haben:Die Eltern und Befreunde waren darwi-der / verlangten die Ursach zu wissen/warum er diese wollte haben / und keineandere? <L>amson wüste kein andere Ur-sach zu geben / als red liebe sie. Ebenalso ergehet es schier auch dem SohnGOttes / er vermahlt sich nicht mit derEnglischen Natur / so viel vortrefflicherund edler/ sondern er vermahlt sich mit derschlechten/ verächtlichen Natur der Men-schen/ was ist die Ursach? Ach kein andereals ich liebe sie : Osiiua: mcX ümc, cstscum 6IÜ8 bominum. ?rov. z. kfIeittLust ist bep den Menschen Mindern zuseyn. Es hatte der schönste Engel Lu-cifer gesündiger/ aber der Sohn GOtteshatihm in demKothliegen und verderbenlassen/ und hat sich seiner nicht angenonn-mcn. Es seynd die schönste Engel imHimmel/ welche niemal gesimdiget haben/doch verlasset er diese in dem Himmel/ undsteiget zu uns herunter auf diese Welt.Wir Nkenschen haben allegesündiget/dochverlässt er uns nicht / er ist deswegenMensch worden / damit er bey den Men-schen seyn könne/ was ist die Ursach? achkein andere/ als ich liebe sie. Ey wiewol denn hastu geschrieben Heil. kauls sä

lic.^pp:vuic benignir38 Lc bumZnirasbalvarock nolkci : Es ist erschienen dieGüre und Menschheit unsers Hei-lands. Der Griechische Text hat kbu.lLmclcopig, das ist/ die absonderliche Lie-be zu den-n Menschen ist «rsshrenen.O mein JESU! was ist bey uns Men-schen verächtlicher als GOtt im Himmel?Wessen achten wir weniger ? Wenschmähen wir arger? Wem thun wir mehrSpott und Trutz erweisen/ als ebenGOttdem treuesten Liebhaber unserer Seelen?Und dannoch ist er so gut/und spricht gleich-sam : Wann ihr mich schon so verächtlichhaltet / wann ich schon eurer nicht vönnö-