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Rede an die versammelten Mitglieder der Litteraturgesellschaft in Bonn bey der feierlichen Aufstellung des Portraits Sr. Kurfürstl. Durchlaucht ihres gnädigsten Schutzherrn
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II

streben; sie ist auch hinlänglich mit litterarischenWerken versehen, welche uns die ausländische Lit-teratur bekannt machen , die jeder Wißbegieri-ge zu seiner Absicht brauchen und benutzen kannHiedurch sind wir in den Stand gesezt, nichtnur die Masse unsrer eigenen Kenntnisse zu ver-mehren, sondern diese auch auf unsere Mitmen-schen fortzupflanzen; denn ein jeglicher von unsstehet in einem besondern Kreise von Menschen ,auf die er unmittelbar wirken und seine Kenntnisseverbreiten kann. Auf diese Weise werden die Wis-senschaften auf den Bürger übertragen, sie wer-den allgemeiner, und ihr Einfluß auf den Staatwird merkbarer.

Und dieses ist der Hauptzweck unserer errich,tcten Gesellschaft; dieses sezten wir uns zum Zielebei ihrer Entstehung, daß die Aufklärung durchunsre vereinigten Kräfte besser verbreitet, daß sieallgemeiner werden soll. Erreichen wir diesen Zweck,so können wir uns des Verdienstes schmeichelnzum Besten des Staats, zum Besten der Mensch-heit mitgearbeitet zu haben ; wir könney uns schmei-cheln, die Pflicht der Dankbarkeit erfüllet zu ha-ben , die wir unserm durchlauchtigsten Fürstenschuldig sind, der nur um deswillen unsere Ge-sellschaft und die Wissenschaften überhaupt in sei-nen