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Rede an die versammelten Mitglieder der Litteraturgesellschaft in Bonn bey der feierlichen Aufstellung des Portraits Sr. Kurfürstl. Durchlaucht ihres gnädigsten Schutzherrn
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ze Staaten in Flammen seyen. Von jenen Staa-ten hingegen , wo die Kultur des Verstandes allge-meiner geworden, wo der menschliche Geist in sei-ner Veredlung weiter vorwärts gerücket ist, finddiese gräßlichen Uebelentfernt; der gebildeteMenschist unfähig, solche Greuel anzustiften, seine ganzeSeele empöret sich dawider.

Die Wissenschaften und Künste sind diesem-nach durch ihren wohlthätigen Einfluß, den sie aufdie Bildung des Verstandes und des Herzens desMenschen haben, auch selbst für das dauerhafteWohl eines Staats unentbehrlich, sie sichern denFürsten auf seinem Throne, verhüten innere UnrruhenundBürgcrkriege, sie liefern dem Staattaug-liche Bürger und getreue Unterthanen; sie sind desLandes Ruhm und des Volkes Glück.

Lange lag diese Wahrheit unsern Litteratur-freunden am Herzen, und nur wünschten sie, sichmit mehrern zu verbrüdern, um desto kräftiger denFortgang der Wissenschaften in unserm Vaterlan-de bewirken zu können. Ihre Absicht wurde durchdas Entstehen unsrer Litteraturgesellschaft erreicht.Diese hat seitdem unter dem mächtigen Schutz un-sers durchlauchtigsten Fürsten nicht nur an taug-lichen Mitgliedern verschiedenen Standes zuge-nommen , die sich um den nämlichen Zweck be-st re-