Druckschrift 
Rede an die versammelten Mitglieder der Litteraturgesellschaft in Bonn bey der feierlichen Aufstellung des Portraits Sr. Kurfürstl. Durchlaucht ihres gnädigsten Schutzherrn
Entstehung
Seite
5
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

5

terarische Gesellschaft erhielt durch ihn Bestand-heit und Festigkeit, indem er ihr Beschützer wur-de. Bis auf die erste Jugenderziehung ging seinAugenmerk; er traf Anstalten, durch die der un-mündige Schulknabe zum guten Menschen undnützlichen Bürger gebildet wird...» Jeder vonuns weist die weisen Vorkehrungen, die deshalbsind gemacht worden; ich würde nur die Geduldmeiner Zuhörer ermüden, und dem erhabenen Ur-heber derselben zur Last fallen, wenn ich ihrerweiter erwähnte. Denn der Weise schämet sichdes Lobes, das man öffentlich seinen Verdienstenspricht; nur der stille Beifall des Vernünftigenleistet ihm Bürge, edel gehandelt zu haben.Allein dem Staate muß ich Glück wünschen ,worin Wissenschaften und Künste blühen. Woder Regent und jene Männer, mit denen er sei-ne Regierung theilet, derer Freunde, Lieblingeund Beförderer sind. Nichts kann so sehr denStaat empor heben und seine Bewohner beseli-gen , als diese. Sre bilden den Verstand undbessern das Herz; sie mildern die Sitten desVolks, verfeinern den Geschmack und erhöhenjede Tugend. Sie zeugen mitten in fernem Schwo-ft grosse Männer aller Art, Helden, Staatsmän-ner, Redner, Gesetzgeber, und Gelehrte....

Die Geschichte der Vorwelt beweiset es,

daß jene Staaten immer die glänzendsten waren,

in