6r Christliche
Wir haben/ liebe Christen/den 17. OQobr. ^»».1724.bey dieser Christlichen Gemeinde/gleichfals p-rsnriert/ ei-nem gottseligen Jüngling von Sehaffhauscn/ HerrnHeinrich t)ürreren/eincs/umb die Kirchen Gottes/ inseinem lieben Vaiterland / wohl, verdienten PfarrersSohn^namlich Herrn Melchior l^ürecrs/getrew-eyfe-rigenPfarrers zuRiedlingen/undBuchberg/Gchaffhau-ser-gedtets/ gleichfals von ro.Jahren. Den Lrost/den wirdessen Hochgeehrten Eltern dazumale schrifftlich/ertheilk/ertheilen wir dißmahlcn auch denen Wohl-Edlen/t)ochgeachcen/ und umd das 'Vaererland höchst-verdienecn Elceren / und Groß-Elteren. Ist schonderAußgang dieses ihres liebenSohns und Groß-Sohns/dem äufferlichenAußgang nach/ auß dieser Welt / ange-hend den Leib/bekrübk gcwescn/so ist doch der Eingang msewige Leben/der Seelen nach/selig und erwünscht. Wasist diese Welt anders / als ein vsllis mileriaivm, ein rechtesJamerthal; ein ungcstümes/wildes Meer/da eineCrcutz/Trübsal- und Anfechtungs-welle/ auft die andere folget/bey den Kindern Gottes. Was ist lang leben auffErve/anderst/als lang sündigen/und umb derSünde wille/langleyden ? Ihr junger Sohn und Groß-Sohn / hat alle sei-ne Rassen Münder vollendet; Er darff indischer Hand-lung halben/weder Marckt noch Messen brauchen/ einesszeitlichen Gewünst zu suchen; dann Er hat nun das rech-!te Vatkerland erreicht; die Erde vertauscht mit demHim-!mel; allezenlich-und vergängliche Glüchs-güler/mii denewigenSchätzen undGükeren/die Jhme in keinem Rauchauffgehen/von keinen Dieben gestohlen/ und von keinenMotten können gefressen werden.Wer wolte daran Zweif-le«/ daß dieser Ihr Sohn und Groß-sohn/ nunmehr/derSeelen nach/an demjenigen-Ort nicht seye/ da ein Tagbesser ist/dann tausend auffErdcn ? Er darff sich jetzunderweder fürVerlurst seinesLeibs/als der in der Erde/seinemRuhbethlein/sänfftiglich ruhet; weder fürVerlurst feiner
Seelen: