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8. Physik. 3 Std. w. l.Halbj.: Mathematische Mechanik. — 2. Halbj.: Die Lehre vom Licht.Aufserdem unter freiwilliger Beteiligung wöchentlich 1 Stunde physikalische Übungen. Halbjährlich einein 3 Stunden zu liefernde Klassenarbeit. Herr Oberlehrer Johannesson.
9. Chemie. 2 Std. und in 2 Abtl. je 2 Std. w. im Laboratorium. Lohrscheid, Lehrbuch der anorganischenChemie. 1. Halbj.: Schwefelsäure, Phosphor, Phosphorwasserstoff und -säuren, Borsäure und Borax,Kohlenstoff, Leuchtgas, Heizmethoden (Generatorgas, Wassergas), Kohlendioxyd und -oxyd, Schwefelkohlen-stoff, Cyan, Silicium und -säure in chemischer und mineralogischer Beziehung, Pluorsilicium, Kieselfluor-wasserstoff, Alkali- und Acidimetrie. — 2. Halbj.: Die Alkalimetalle, die alkalischen Erden und ihreVerbindungen, besonders ihre wichtigsten, in der Technik verwendbaren Salze: Pottasche, Soda, Salpeter.Spektral-Analyse. Magnesium und seine Verbindungen. Erweiterung der mineralogischen Kenntnisse undKrystallographie. Praktische Arbeiten im Laboratorium. Chemische Reaktionen und einfache Analysen.
Herr Oberlehrer Dr. Lachmann.
Ober-Sekunda.
Ordinarius: Herr Prof. Dr. Wüllenweber.
1. Religionslehre. 2 Std. w. 1. Halbj.: Erklärung der Apostelgeschichte. Das Leben des Paulus.2. Halbj.: Lesen einzelner Abschnitte der Briefe des Petrus, Judas, Johannes und des Hebräerbriefes.Wiederholung des Katechismus-Stoffes, der Lieder und Psalmen, verteilt auf das ganze Jahr.
Im Sommer Herr Prof. Dr. Brecher, im Winter Herr Kand. Alfred Leisering.
2. Deutsch. 3 Std. w. Darstellung des Nibelungenliedes nach Aufbau und Ausführung (Proben ausdem Urtext). Ausblicke auf nordische Sagen und die grofsen Sagenkreise des Mittelalters, auf die Artender Dichtung. Lektüre: Wallenstein, Götz, Egmont; Hermann und Dorothea. Auswendiglernen vonDichterstellen und Vorträge (nach eigener Auswahl) über den Inhalt bedeutenderer mittelhochdeutscherDichtungen oder gelesener Dramen nach eigenen Ausarbeitungen. — Halbjährlich 3 häusliche Aufsätze undein in 5 Stunden zu liefernder Klassenaufsatz. Herr Prof. Dr. Thieme.
3. Latein. 4 Std. w. a) Lektüre 3 Stunden: Ovid, ausgewählte Abschnitte aus Curtius, Cicero, inCatil. I und III, abwechselnd mit Ovid, Metam. b) Grammatik 1 Std.: Wiederholungen. Alle 2 Wocheneine schriftliche Übersetzung als Klassenarbeit. Herr Prof. Roeder.
4. Französisch. 4 Std. w. Plötz, franz. Schulgrammatik, a) Grammatik: Wiederholung und Erweiterungder Lehraufgaben von Obertertia. Mündliche und schriftliche Übersetzungen nach Wüllenweber, Übungsbuch.— b) Lektüre, im Sommer: Daudet, Ausgewählte Erzählungen; im Winter: D'Herisson, Journal d'uu officier;Sprechübungen. — c) 2 Gedichte (gelernt): Le Meunier de Sans-souci, von Andrieux und Nous verrons, vonChateaubriand. Monatlich 2 oder 3 Klassenarbeiten und vierteljährlich 2 Reproduktionen (im Anschlufsan die Lektüre). Herr Prof. Dr. Wüllenweber.
5. Englisch. 3 Std. w. a) Grammatik: Vertiefung und Erweiterung der früheren grammatischenLehraufgaben im Anschlufs an Schmidt, Lehrbuch der englischen Sprache, 2. Teil. — b) Lektüre, imSommer: Gardiner, Historical biographies, im Winter: Irving, Tales of the Alhambra. Gelernt wurden:Byron, the Destruction of Senna-Cherib (aus den Hebrew Melodies) und My Ancestors. Sprechübungen wiein U IL Monatlich 2 Klassenarbeiten und vierteljährlich 2 Reproduktionen (im Anschlufs an die Lektüre).
Herr Prof. Dr. Wüllenweber.
6. Geschichte und Erdkunde, zusammen 3 Std. w. a) Dittmar, die Weltgeschichte im Umrifs. Putzger,historischer Schulatlas. 2 Stunden. 1. Halbj.: Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum TodeAlexanders des Grofsen nebst Übersicht über die Diadochenreiche mit besonderer Berücksichtigung derVerfassungs- und Kulturverhältnisse. 2. Halbj.: Römische Geschichte vom Auftreten des Pyrrhus bisAugustus mit Ausblicken auf Orient und Hellenismus. Wiederholungen aus der deutschen Geschichte nacheinem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen. — b) E. v. Seydlitz, kleine Schulgeographie B. Sydow-Wagner, methodischer Schulatlas. 1 Stunde. (Innerhalb jedes Halbjahres mindestens 6 Stunden.) Nebenzusammenfassenden Wiederholungen das Wesentlichste aus der allgemeinen physischen Erdkunde und derVölkerkunde im Anschlufs an die fremden Erdteile. Im Sommer: Amerika und Australien; im Winter:Asien und Afrika. Im Sommer Herr Prof. Dr. Brecher, im Winter Herr Prof. Dr. Krollick.
7. Mathematik. 5 Std. w. 1. Halbj.: 3 Stunden Rechnen. Schwierigere Gleichungen 2. Grades undsolche höheren Grades, welche sich auf Gleichungen 2. Grades zurückführen lassen, mit einer und mehrerenUnbekannten. Rest- und Bruchreiheu (erster Ordnung). Zinseszins- und Rentenrechnung. Beispiele ausMartus, mathematische Aufgaben. Der binomische Satz für positive ganze Exponenten (bewiesen mittelsder Tafel der Binom-Vorzahlen durch Herleitung mit dem Schlufs von n auf n+ 1). — 2 Std. mathe-matische Übungen: Aufgaben aus der Dreiecksrechnung und Körperlehre.— 2. Halbj.: 3 Std. Körper-lehre: Martus. Raumlehre 2. Teil: 13. Walze, 14. Kegel, 15. Kugel, 16. die regelmäfsigen Körper. —2 Stunden mathem. Übungen: Behandlung der Vierecke mit Dreiecksrechnung; Martus, Raumlehre