Jahrgang 
1909. Dritter Jahrgang.
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Vermählungs- und Geburtsdaten, ja sogar Familienmitglieder oder derenGattinnen wegzulassen, weil ihre Erwähnung aus diesem oder jenem Grundeder Familie nicht angenehm ist. Wie wir in unseren Antworten auf solcheAnsinnen betont haben, wollen wir auch hier öffentlich keinen Zweifel darüberlassen, daß unS die Erfüllung solcher Wünsche oder Forderungen unmöglichist. Wir schreiben die Genealogie nicht. um das Gefallen der beteiligtenFamilien zu erlangen, nein, um eine objektive und der historischen Wahrheitsich anschließende genealogische Darstellung zu geben. Deshalb vermeidenwir auch in den kleingedruckten kurzen Einleitungen am Anfänge eines jedenArtikels jedes Eingehen auf die ruhmreiche Vergangenheit des Geschlechtsund begnügen uns mit der Wiedergabe der die Führung des Adels bedingendenhistorischen Angaben und der möglichst einfachen Beschreibung des Wappens.

Dagegen müssen wir wiederholt darauf Hinweisen, daß verstorbene Töchteraus dem Texte auSscheiden und auch Söhne, die, ohne Gattin oder lebendeNachkommen zu hinterlassen, abgestorben sind, in einer folgenden Ausgabenicht mehr erwähnt werden.

Während wir, um den nötigen Raum für die erstmalig aufzunehmendenFamilien zu gewinnen, schon in der diesjährigen Ausgabe eine große Anzahlder im 1. Bande und einige der 1908 veröffentlichten Genealogien auslassenund mit einem Hinweis versehen mußten, wird auf diese Weise fortgefahrenwerden; wir hoffen aber sehr, daß der Adel, dessen Genealogie noch nichtveröffentlicht ist, durch eine lebhafte Beteiligung cs ermöglicht, in jedemJahre eine größere Anzahl neuer Darstellungen erscheinen zu lassen. Wirwerden demnach im allgemeinen die Artikel alle 23 Jahre veröffentlichen,behalten uns aber vor, die Genealogie von Familien, die sich durch besonderslebhafte Beteiligung bemerkbar machen, alljährlich, andere in größerenZwischenräumen zu bringen.

Schließlich folgen wir einer angenehmen Pflicht, wenn wir allen unserengenealogischen Mitarbeitern und Freunden, auch den Familien selbst, diedurch ihre Beiträge die Ausgestaltung der einzelnen Artikel ermöglichten,unseren herzlichen und ehrerbietigen Dank darbringen.

Gotha, Ende Oktober 1908.

Die Schristleitung.